Sonntag, 16. Januar 2011

Von Null auf Hundert

Meine letzte Reise nach Israel (23.12.2010 - 6.01.2011) hat mir diesmal nicht mehr als zwei Blog-Beiträge abgerungen. Ärmlich - ich weiß, doch "How comes?"

Einerseits meine persönliche Erschöpfung nach einem sehr arbeitsreichem Jahr und andererseits das Gefühl: nothing really changed.
Mein Blog soll zwar einerseits von allem Möglichen und Unmöglichen berichten - doch immer habe ich das Ziel, die Zukunft im Visier. Den Frieden. Für alle - für beide: Israelis wie Palästinenser.
Was ich aber auch bei dieser Reise wieder gesehen habe: Israel entwickelt sich wie verrückt, in einer Geschwindigkeit, da würde uns "good old" Europäern ganz schummrig dabei werden. Israel ist bemerkenswert offen, schnell und hat Visionen. Israel ist eines der modernsten Länder der Welt, die Menschen sind gebildet, offen und leben kraftvoll eine Vision, von der wir nur träumen können. Mit den Israelis Schritt halten zu wollen, gleicht einem Hundeschlittenrennen ohne Hunde. Sagenhaft, Atemberaubend und völlig Faszinierend wie sich dieses Land in den vergangenen 60 Jahren von null auf Hundert entwickelt hat.
Doch nicht entwickelt haben sich die Palästinenser: seit ich diese Region bereise, seit knapp 25 Jahren haben sich die Palästinenser kaum bewegt. Nicht aus ihrer Opfer-Rolle heraus (eher hinein), nicht gebildet, nicht aufgeklärt - weder dem Westen hin noch dem Osten weg .. auf Deutsch: sie werfen ihren Müll immer noch vor die Haustür und machen hierfür die Juden, die Israelis und wenn alles nicht reicht, den Westen, die Christen, die Amis oder die Imperialisten verantwortlich. Irgendeinen Schuldigen werden sie schon treffen - das Hornberger Schießen der Palästinenser.
Es tut weh, ein Volk sich seiner Chancen selbst berauben zu sehen und es tut weh, ein Volk permanend beschuldigt zu sehen.

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