... beginnt Israel sich zu zeigen!
Die Krise ist nicht mehr zu übersehen - die EURO-Krise sowieso nicht mehr - hier kämpft Tante-Ost-Merkel (ich glaube) einen ganz wackeren Kampf; gleichzeitig gibt es ja den sog. "arabischen Frühling", der sich wie ein Flächenbrand ausbreitet ... ach ja, Flächenbrand ist hier ein gutes Stichwort!
Von Demokratiebewegung kann ja wohl keine Rede sein!!
Ägypten und Libyen werden auf jeden Fall dem Islam anheim fallen - und so traurig es ist, kann man nur froh sein, wenn in Syrien der Mörder Assad an der Macht bleibt. Denn, der ist noch allemal als Mörder besser als die Massenmörder, die danach an die Macht kommen werden!
Leider haben das die Gut-Menschen in Deutschland noch nicht kapiert! Die Gut-Menschen, die abends bei Rotwein und Kerzenlicht, mit hochgezogenen Beinen und selbst gestrickten Socken in einer WG immer alles aus-diskutieren wollen.
Na ja - "die" kennen wir ja!
Ansonsten bleibt mir Angst! Vor allem, was da noch kommen mag - egal aus welcher Richtung! Und da wird noch VIEL kommen.
Donnerstag, 10. November 2011
ich aber auch schnell ...
meine Antwort:
Liebe Miriam
Liebe Miriam
zunächst wirklich vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
Aber: da ich ein "kritischer" Geist bin; SICHER - Ayslrecht. illegale Einwanderung etc. hat immer auch zur Folge, dass Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Prostitution und und und ins Land kommt. Was glaubst Du denn wie es in Europa aussieht: Katastrophal kann ich Dir sagen! Du tust bzw. schreibst aber manchmal gerade so als sei Israel das einzige Land, was davon betroffen ist. Die Realität ist doch - das Israel gerade mal die Anfänge bzw. Ausläufer davon mitbekommt.
Nun, ohne Übertreibung: wir hier in Europa sind überschwemmt davon!!!
Würde ich jetzt aber davon reden, dass ich die Deutsche Kultur (was auch immer das ist?!!!) bedroht sehe - wärst Du nicht die erste, die auf mich eindreschen würde???? Deutsch = Schlecht!
ich arbeite im sozialen Bereich, d.h. ich habe es den ganzen Tag mit bis zu 70% Prozent Ausländer (Moslems) zu tun, die nur in Deutschland sind, um Geld zu kassieren - ABER, das darf mich nicht dazu verleiten, meine Humanität zu verlieren!!!
Und zu Deinem Satz: "Was die Deutschen angeht: Pauschal sehe ich es in den meisten Fällen nicht, sondern berichte mehrheitlich von Einzelbeispielen ...." Da muss ich dir leider sagen: lies mal deine Beiträge über Deutschland, DIE Deutschen und deutsche Touristen - die sind durchgehend alle negativ! Mittlerweile wird jedem Leser, der sozial gereift ist, klar, dass Du da persönlich etwas abarbeiten musst.
Deine Gefolgschaft ist ja dennoch groß - aber ....
Und zu mir: ich reise seit 1989 nach Israel, im vergangenen September war ich das 48.mal im Lande. Ich spreche hebräisch! Nur zu Deiner Info!
Vielleicht bist Du zu einem offnen, wertfreien Austausch motiviert!
Weißt Du, Miriam (auch das meine ich überhaupt nicht zynisch - wozu ich, übrigens auch kein Talent habe) - ich wünsche Israel alles, wirklich alles - NUR eines nicht: das es die Entwicklung verpasst und Demokratie mit "ein-Anrecht-drauf-haben" verwechselt. Und nicht alles, was die "Welt" tut oder lässt - ist Anti-Israelisch oder Anti-Semitisch!
Leider hält die Entwicklung der Welt nicht an - die Zeit des Versuches der Vernichtung der Juden durch uns Deutsche ist mit knapp 60 Jahren noch so frisch - so allgegenwärtig! Ich verstehe jegliche Ressentiment von Menschen, die das noch ganz klar in Erinnerung haben. Aber, wie gesagt - die Welt hört nicht auf sich zu drehen - was also will Israel sein: der Staat der Opfer, der Erinnerung, des Ausnahmezustandes? Oder ein autonomer, ein moderner Staat, eine Demokratie, ein vollwertiges Mitglied der Weltengemeineschaft, über dessen Existenzberechtigung ein no-go ist überhaupt zu diskutieren?
Wenn JA - muss Israel - ob es will oder nicht - nochmal ganz neu seine "ungeschriebene" Verfassung zum Gegenstand von politisch-gesellschaftlicher Diskussionen stellen. Erstmal stellen. Aber das tut Israel seit 5 Jahrzehnten nicht - und SORRY - das könnte Israel zum Verhängnis werden.
Beate
schnell ist sie ja ...
HIer die Antwort von Miriam Woelke auf meine mail:
B"H
Hallo Beate,
ich sehe Deine Mail nicht als antisemitisch an, denke aber, dass Du einiges zu ernst nimmst.
(Ach plötzlich nimmt man die Dinge zu ernst, tut man es nicht, ist man Ignorant der jüdisch-israelischen Sache gegenüber!)
Was die Afrikaner angeht:
Israel definiert sich in seiner ungeschriebenen Verfassung als JUEDISCHER STAAT und niemand hat die Absicht (eine Mauer zu bauen! JA, ja - kennen wir schon!) , daran zu ruetteln. Ich weiss nicht, ob Du schon einmal in Israel warst und die Lage kennst, doch handelt es sich bei mehr als 95 % der Afrikaner um Illegale, die einfach so ins Land geschleust worden sind. Hinzu kommt deren hohe Kriminalitaetsrate und manchmal erscheint es der hiesigen Polizei als seinen die Kriminellen aus dem Sudan gerade in Tel Aviv eingerueckt.
Ich kenne kein Land der Welt, welches Illegale einfach so akzeptiert und auf kurz oder lang muss unsere Regierung eine Loesung finden, wenn es nicht zum sozialen Knall kommen soll.
Was die Deutschen angeht: Pauschal sehe ich es in den meisten Faellen nicht, sondern berichte mehrheitlich von Einzelbeispielen, die ich in Israel miterlebte.
Es mag wichtig sein, dass Nichtisraelis auf der Seite unseres Landes stehen, doch sollte man das nicht ueberbewerten. Viel wichtiger ist es, dass die israelische Gesellschaft zu einer Einheit findet und hier gibt es mehr zu tun als man glaubt. Es waere besser, wenn wir uns in Israel auf uns selbst konzentrieren und nicht immer nur aufs Ausland.
Viele Gruesse,
Miriam
B"H
Hallo Beate,
ich sehe Deine Mail nicht als antisemitisch an, denke aber, dass Du einiges zu ernst nimmst.
(Ach plötzlich nimmt man die Dinge zu ernst, tut man es nicht, ist man Ignorant der jüdisch-israelischen Sache gegenüber!)
Was die Afrikaner angeht:
Israel definiert sich in seiner ungeschriebenen Verfassung als JUEDISCHER STAAT und niemand hat die Absicht (eine Mauer zu bauen! JA, ja - kennen wir schon!) , daran zu ruetteln. Ich weiss nicht, ob Du schon einmal in Israel warst und die Lage kennst, doch handelt es sich bei mehr als 95 % der Afrikaner um Illegale, die einfach so ins Land geschleust worden sind. Hinzu kommt deren hohe Kriminalitaetsrate und manchmal erscheint es der hiesigen Polizei als seinen die Kriminellen aus dem Sudan gerade in Tel Aviv eingerueckt.
Ich kenne kein Land der Welt, welches Illegale einfach so akzeptiert und auf kurz oder lang muss unsere Regierung eine Loesung finden, wenn es nicht zum sozialen Knall kommen soll.
Was die Deutschen angeht: Pauschal sehe ich es in den meisten Faellen nicht, sondern berichte mehrheitlich von Einzelbeispielen, die ich in Israel miterlebte.
Es mag wichtig sein, dass Nichtisraelis auf der Seite unseres Landes stehen, doch sollte man das nicht ueberbewerten. Viel wichtiger ist es, dass die israelische Gesellschaft zu einer Einheit findet und hier gibt es mehr zu tun als man glaubt. Es waere besser, wenn wir uns in Israel auf uns selbst konzentrieren und nicht immer nur aufs Ausland.
Viele Gruesse,
Miriam
zweiterlei Maß ... nein Danke!
seit ca. 3 Jahren verfolge ich den blog "lebeninjerusalem" von Miriam Woelke.
Sie scheint eine ehemalige Deutsche zu sein, die vor ca. 10 Aliya - also die Einwanderung nach Israel gemacht zu haben. Ihr persönliche Geschichte kenne ich (natürlich) nicht - aber eben die von ihr verfassten Beiträge auf ihrem blog.
Neben ganz vielen interessanten und auch sehr informativen Beiträge finden sich leider auch zunehmend menschenverachtende, rassistische Statements. So ungefähr: wer nicht jüdisch und nicht in Israel lebt, ist ein Mensch zweiter und/oder auch Unterklasse.
Da ich jegliche Art der "Gleichschaltung" als das erstmal persönliche, dann auch politische Übel jedes MEnschen sehe/verstehe - habe ich den blog von Miriam ganz schön lange "durchgehalten" - ehe ich ihr nun heute persönlich geschrieben habe:
Sie scheint eine ehemalige Deutsche zu sein, die vor ca. 10 Aliya - also die Einwanderung nach Israel gemacht zu haben. Ihr persönliche Geschichte kenne ich (natürlich) nicht - aber eben die von ihr verfassten Beiträge auf ihrem blog.
Neben ganz vielen interessanten und auch sehr informativen Beiträge finden sich leider auch zunehmend menschenverachtende, rassistische Statements. So ungefähr: wer nicht jüdisch und nicht in Israel lebt, ist ein Mensch zweiter und/oder auch Unterklasse.
Da ich jegliche Art der "Gleichschaltung" als das erstmal persönliche, dann auch politische Übel jedes MEnschen sehe/verstehe - habe ich den blog von Miriam ganz schön lange "durchgehalten" - ehe ich ihr nun heute persönlich geschrieben habe:
Hallo Miriam,
mein Name ist Beate Nowack, bin 48 Jahre (alt oder jung, ganz wie Du willst) ich wohne in Köln und verfolge Deinen blog „lebeninjerusalem“ seit ungefähr zwei oder drei Jahren.
Neben Deinen wirklich vielen informativen und auch interessanten Aspekten, die Du in Deinem blog veröffentlichst, erlaube ich mir, Dir heute auch meine Enttäuschung, zuweilen sogar Entrüstung mitzuteilen – die ich empfinde, wenn Du, so ganz Deiner Art, (pauschal) über Deutschland schreibst.
Ich bin selbst eine sehr kritische – und nicht immer ganz glückliche Deutsche. Meistens bin ich es nicht! Besonders dann nicht, wenn ich die deutsche bzw. europäische Politik bzw. Haltung gegenüber Israel betrachte. Für mich heute, mehr denn je, eine Politik der Feigheit, der Vermeidung, der Unklarheit und der Doppelmoral. Ich bin selbst davon überzeugt, dass nicht nur (aber auch) die deutsche Politik eine „pseudo-vorgeschobene“ Pro-Israel Politik ist und bin persönlich der Meinung, dass sich Deutschland viel klarer und positionierter an die Seite Israels zu stellen hat. Und dies nicht nur aus Gründen der „Vergangenheit“ sondern vielmehr aus Gründen der Wahrheit!
Dass aber jeder Staat – auch der israelische – von inneren, äußeren, wirtschaftlichen und diplomatischen Zwängen umgeben ist – muss ich Dir als Israelin bestimmt nicht erklären. So auch Deutschland!
Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten! Und sofern es in „unserem“ Europa noch niemand bemerkt hat, so verteidigt Israel an vorderster Front die westlich-zivilisierten Werte im Nahen Osten und demzufolge auch als „letzte“ Bastion gegen den drohenden Islamismus.
Mit was ich aber nicht einverstanden sein kann, ist – dass Du – die seit 10 Jahren (oder mehr) in Israel lebst, über die deutsche Gesellschaft schreibst, als seiest Du noch unter uns bzw. als hätte die sich, seit Deiner Aliyah nicht verändert / entwickelt. Du schreibst über „uns“ Deutsche so allumfassend, so pauschal (was Dein gutes Recht ist) – doch negierst Du damit eben auch die nicht wenigen Menschen in Deutschland, die ganz klar an der Seite Israels stehen – und selbst (auf ihre Weise) unter den Zuständen leiden.
Du möchtest doch auch nicht mit anderen über einen Haufen geworfen werden, oder? Weshalb machst Du es dann mit uns Deutschen?
Deine Berichterstattung, die ich als journalistische Arbeit betrachte – misst mir hier zuweilen einfach zu oft mit zweierlei Maß. Aus Deinen Statements zeigt sich (für mich) zu oft und sehr betrübend eine (ich werde jetzt harsch) „Zwei-Menschen-Klassen-denken“-Kategorie. Siehe Deine Berichte über afrikanische Flüchtlinge in Israel.
Meine 1. Frage hier wäre: Verstehst Du nicht die wirtschaftlichen Zwänge dieser Menschen?
Meine 2. Frage wäre: Glaubst Du, dass Israel hier in der Aufnahme von wirtschafts- und/oder Kriegsflüchtlingen ein Sonderstatus zusteht, weil Israel ja eine Heimstatt für (ausschließlich) Juden sein soll?
Ich stelle diese Fragen ohne Zynismus – sondern weil ich mir selbst schon länger darüber Gedanken mache, wie denn die Zukunft Israels in einer Welt-Staaten-Gemeinschaft aussehen kann oder soll!?!?!
Ich bin mit meinen Gedanken noch gar nicht am Ende angelangt – weil ich die Dinge wahrscheinlich auch zu sozialisiert aus europäischer Sicht betrachte. Aber die Frage ist doch – wenn Israel – als autonomes und vollwertiges Mitglied in der (sog.) Staatengemeinschaft langfristig sein will – muss dann nicht auch Israel – wie alle anderen europäischen Staaten – z.B. sein Einwanderungsgesetz, sein Asylrecht etc. ändern??
Oder sind diese „Pflichten“ nur den Nord-Europäischen Staaten auferlegt: Schweden, Dänemark oder Deutschland. Ist Humanität – fernab von jeglicher Religion – nur die Aufgabe dieser Länder, die dafür, z.b. auch von Dir, weltweit in blogs „auf die Fresse“ kriegen?
Nur Nebenbei bemerkt, der Irak-Krieg z.b. ist auf Betreiben der Amerikaner (u.a. zum Schutze Israels) betrieben worden. Komisch nur, das nur Deutschland und Schweden den Großteil der „unschuldigen“ Flüchtlinge aufgenommen hat. Frage: Weshalb Israel nicht?
Israel ist eine Demokratie! Ja. Aber verzeih – noch keine wirkliche – im Sinne von Demokratie. Das ist auch Deutschland noch nicht – es gibt noch viel zu tun.
Aber ich finde, in und an Deutschland nur immer das Schlechte zu suchen und (in Deinem blog) zu publizieren die einfachste und die dümmste Art als gebildeter Mensch zu agieren.
Deutschland hat seine Fehler – da hast DU vollkommen Recht – aber ich denke, als Israelin würde es dir viel mehr zu Gesicht stehen, über Dein eigenes Land kritisch nachzudenken und zu berichten. Wir Deutschen machen das schon selbst – und seit 65 Jahren, Schritt für Schritt – ganz schön gut!
Bei aller Liebe zu Israel – und ich bleibe dabei: ich werde immer ganz bei und ganz an der Seite Israels stehen – wünsche Dir eines aber nicht: das Du eines Tages aufwachst, und alles war ganz anders als Du dachtest, dass es wäre!
Beate Nowack
xxxStr. 34
5XXXX Köln
p.s. meine Adresse nur für den Fall, dass Du meine mail auch als eine anonyme anti-semitische Äußerung in deinem blog abtust.
Das muss ich nun vorsorglich so schreiben – Anlass meiner mail war aber ein ganz anderer: Austausch!
Schabbat Shalom, Beate
Mittwoch, 24. August 2011
Bombenstimmung in Be`er Sheva
Bin seit 3 Wochen in Israel um in Be`er Sheva an der Ben-Gurion University einen weiteren Ulpan zu absolvieren ... doch vor lauter Grad Raketen aus Gaza komme ich kaum dazu.
Jetzt war mal 2 Tage Pause, zuvor 6 Tage durchgehend, zuletzt fast stündlich ... und nun heute Abend 22:28 h wieder Alarm. Insgesamt kamen 5 Grad angeflogen, eines hat das Raketenabwehrsystem Iron Dome abgeschossen.
Eigentlich wollte ich diesen blog mal etwas ruhen lassen, da ich wirklich viel zu lernen habe ... aber okay, die Hamas will es ja nicht anders: Ab jetzt schieße ich mit Worten zurück.
Morgen mehr!
Jetzt war mal 2 Tage Pause, zuvor 6 Tage durchgehend, zuletzt fast stündlich ... und nun heute Abend 22:28 h wieder Alarm. Insgesamt kamen 5 Grad angeflogen, eines hat das Raketenabwehrsystem Iron Dome abgeschossen.
Eigentlich wollte ich diesen blog mal etwas ruhen lassen, da ich wirklich viel zu lernen habe ... aber okay, die Hamas will es ja nicht anders: Ab jetzt schieße ich mit Worten zurück.
Morgen mehr!
Freitag, 10. Juni 2011
Von 68er Grenzen, NATO-Einsatz und Syrien
Ich habe mich schon einige Zeit in meinem eigenen blog nicht mehr zu Wort gemeldet - Weil ich die Faxen einfach richtig dicke habe.
Seit Ägypten und dem Beginn des sog. arabischen Aufstandes steht mir die politische Gülle mal wieder buchstäblich bis zum Hals - manchmal kann ich und oft will ich auch nicht mehr glauben in welchem westlich, verdummten und käuflichen System ich lebe.
Weil da mehr als drei oder dreihundert Araber auf die Strasse gehen, schlagen die westlichen Medien Purzelbäume - schreien was von "Demokratisierungsprozess" in ihre wunderlichen Mikrophone - dass gleichzeitig auf dem Tahiri-Platz mitten in Kairo eine amerikanische Journalistin 40 Minuten lang von mehreren Männern vergewaltigt wird - davon hört und liest man nichts in deutschen Medien.
Dass auch die deutsche Berichterstattung eine Berichterstattung der Warmduscher ist - nun, ein oder zwei Blicke in die Berichterstattung von CNN, aber ganz speziell die der BBC öffnet dem geneigt Interessierten aber ganz weit die Augen.
Und nun - Aha, Libyen wird bombardiert - die Aufständischen bzw. Rebellen werden verteidigt oder unterstützt. Eines von beidem - so genau weiß das niemand. Libyen wird seit - ich schätze mal - ungefähr 5 Wochen bombardiert ... dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 5 Wochen Bombardement! Frage: Wie lang benötigt eigentlich unsere hochgerüstet EU- und NATO-verseuchte Technologie um den ollen Gaddafi aus dem Land zu scheuchen?
Oder anders gefragt: Für was geben wir denn so viel unserer Steuergelder an Sicherheit und Militär aus, wenn immer - wenn es drauf ankommt - die völligen Schiessbudenfiguren in den hochgerüsteten und super-teuren Bomben-Jets sitzen.
Ach, und mal ehrlich: Wenn sie schon Tripolis bombardieren, dann könnten sie auch einen kleinen Umweg fliegen und Dschir al Schugur (in Syrien) bombardieren. In diese Stadt im Norden Syriens marschieren nämlich heute Abend gerade mal 30.000 Soldaten ein um alle platt zu machen, die sich auch nur wagen einen Gedanken gegen Assad nur zu denken. In Syrien ist auf deutsch gesagt, der Teufel los - seit Wochen wird da ganz deutlich und blutig gegen Menschen vorgegangen, die sich etwas anderes wünschen, als das, was ihnen Assad erlaubt zu wünschen.
Doch - und hier muss der westlich verblendeten Berichterstattung Einhalt geboten werden: DAS was sich dieMenschen in Syrien, Tunis oder aber in Gaza und Bahrain wünschen, ist nicht das, was sich was wir uns wünschen würden.
Der jetzige arabisch/islamische Aufstand ist nämlich - der erste arabisch/islamische Aufstand, den es jemals gegeben hat. Also der erste "Aufstand" seit ca. 1400 Jahren. Nur zum Verständnis: Wie lange hat der erste christlich/freiheitlich und demokratische Aufstand in Europa gedauert??? War der nicht erst um 1792 in Frankreich. Und danach, nach der französischen Revulution - mh, kam da nicht doch noch der 1. und der 2. Weltkrieg. Über 30 Millionen Tote.
Und jetzt wollen uns warmduschende GEZ-bezahlte Journalisten oder NT-V und N-24 Praktikanten, deren Werbepartner wirtschaftliche Beziehungen gerettet wissen wollen, weis machen, dass sie unter Einsatz ihres Lebens DIE arabische Revolution in unsere TV-geprägten Wohnzimmer bringen.
Und jetzt frage ich nochmals! Warum Libyen und nicht Syrien? Weshalb nicht Bahrain und weshalb nicht längst bei der "Grünen Revolution" im Iran vor zwei Jahren.
Warum nicht?
Ach, weil eventuell in Libyen doch mehr Öl und in Syrien nur Menschen und weil Barack Obama an die Zukunft denkt und deshalb gerade jetzt Israel auffordert in die Grenzen von "1967" zurück beordern will. Passt halt gerade so gut in die Zeit und den arabisch/islamischen Aufstand. Vielleicht will er auch nur sicher gehen, dass Israel for ever Hilfe von Amerika benötigt.
Denn - Frieden, Frieden, will da "unten" niemand - Ami-Land schon überhaupt nicht.
Und was mich dabei und allem aufregt: ALLES! Aber am aller meisten, dass wir "Westler" unser Dasein tatsächlich als das non-plus-ultra betrachten - und diesen arabisch/islamischen Aufstand nur in unsere Kategorie einordnen: Jetzt muss es aber mal los gehen da unten mit der Freiheit und Demokratie.
Das Gegenteil, aber wird der Fall sein! Und wir sollten am "Ende" der arabisch/islamischen Bewegung NICHT überrascht sein, dass dieser Aufstand ein ganz anderes Ergebnis zu Tage gebracht haben wird, als wir (überheblich) erwartet haben.
Ich hoffe und wünsche, dass ich Lügen gestraft werde - aber dieser arabisch/islamische Aufstand ist das eigentliche Ende der geschichtlichen Episode: die Türken vor Wien.
Dennoch bleibt die - recht simple Frage: Warum wird Libyen bombardiert und Syrien nicht?
Und - aber nur nebenbei - weshalb werden mir als Steuerzahler, also auch Geldgeber dieser ganzen Bombardierungen keine "Bilder" seit Wochen gezeigt? Letztendlich, und um ganz genau zu sein: Ich bin der Angriff und auch DU bist der Angriff u.a. auf Libyen, denn wir sind doch EuropäerInnen, in unserem Namen und von unserem Gelde wird das doch alles finanziert.
Verflucht - jetzt habe ich wieder Kopfschmerzen ...
Seit Ägypten und dem Beginn des sog. arabischen Aufstandes steht mir die politische Gülle mal wieder buchstäblich bis zum Hals - manchmal kann ich und oft will ich auch nicht mehr glauben in welchem westlich, verdummten und käuflichen System ich lebe.
Weil da mehr als drei oder dreihundert Araber auf die Strasse gehen, schlagen die westlichen Medien Purzelbäume - schreien was von "Demokratisierungsprozess" in ihre wunderlichen Mikrophone - dass gleichzeitig auf dem Tahiri-Platz mitten in Kairo eine amerikanische Journalistin 40 Minuten lang von mehreren Männern vergewaltigt wird - davon hört und liest man nichts in deutschen Medien.
Dass auch die deutsche Berichterstattung eine Berichterstattung der Warmduscher ist - nun, ein oder zwei Blicke in die Berichterstattung von CNN, aber ganz speziell die der BBC öffnet dem geneigt Interessierten aber ganz weit die Augen.
Und nun - Aha, Libyen wird bombardiert - die Aufständischen bzw. Rebellen werden verteidigt oder unterstützt. Eines von beidem - so genau weiß das niemand. Libyen wird seit - ich schätze mal - ungefähr 5 Wochen bombardiert ... dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 5 Wochen Bombardement! Frage: Wie lang benötigt eigentlich unsere hochgerüstet EU- und NATO-verseuchte Technologie um den ollen Gaddafi aus dem Land zu scheuchen?
Oder anders gefragt: Für was geben wir denn so viel unserer Steuergelder an Sicherheit und Militär aus, wenn immer - wenn es drauf ankommt - die völligen Schiessbudenfiguren in den hochgerüsteten und super-teuren Bomben-Jets sitzen.
Ach, und mal ehrlich: Wenn sie schon Tripolis bombardieren, dann könnten sie auch einen kleinen Umweg fliegen und Dschir al Schugur (in Syrien) bombardieren. In diese Stadt im Norden Syriens marschieren nämlich heute Abend gerade mal 30.000 Soldaten ein um alle platt zu machen, die sich auch nur wagen einen Gedanken gegen Assad nur zu denken. In Syrien ist auf deutsch gesagt, der Teufel los - seit Wochen wird da ganz deutlich und blutig gegen Menschen vorgegangen, die sich etwas anderes wünschen, als das, was ihnen Assad erlaubt zu wünschen.
Doch - und hier muss der westlich verblendeten Berichterstattung Einhalt geboten werden: DAS was sich dieMenschen in Syrien, Tunis oder aber in Gaza und Bahrain wünschen, ist nicht das, was sich was wir uns wünschen würden.
Der jetzige arabisch/islamische Aufstand ist nämlich - der erste arabisch/islamische Aufstand, den es jemals gegeben hat. Also der erste "Aufstand" seit ca. 1400 Jahren. Nur zum Verständnis: Wie lange hat der erste christlich/freiheitlich und demokratische Aufstand in Europa gedauert??? War der nicht erst um 1792 in Frankreich. Und danach, nach der französischen Revulution - mh, kam da nicht doch noch der 1. und der 2. Weltkrieg. Über 30 Millionen Tote.
Und jetzt wollen uns warmduschende GEZ-bezahlte Journalisten oder NT-V und N-24 Praktikanten, deren Werbepartner wirtschaftliche Beziehungen gerettet wissen wollen, weis machen, dass sie unter Einsatz ihres Lebens DIE arabische Revolution in unsere TV-geprägten Wohnzimmer bringen.
Und jetzt frage ich nochmals! Warum Libyen und nicht Syrien? Weshalb nicht Bahrain und weshalb nicht längst bei der "Grünen Revolution" im Iran vor zwei Jahren.
Warum nicht?
Ach, weil eventuell in Libyen doch mehr Öl und in Syrien nur Menschen und weil Barack Obama an die Zukunft denkt und deshalb gerade jetzt Israel auffordert in die Grenzen von "1967" zurück beordern will. Passt halt gerade so gut in die Zeit und den arabisch/islamischen Aufstand. Vielleicht will er auch nur sicher gehen, dass Israel for ever Hilfe von Amerika benötigt.
Denn - Frieden, Frieden, will da "unten" niemand - Ami-Land schon überhaupt nicht.
Und was mich dabei und allem aufregt: ALLES! Aber am aller meisten, dass wir "Westler" unser Dasein tatsächlich als das non-plus-ultra betrachten - und diesen arabisch/islamischen Aufstand nur in unsere Kategorie einordnen: Jetzt muss es aber mal los gehen da unten mit der Freiheit und Demokratie.
Das Gegenteil, aber wird der Fall sein! Und wir sollten am "Ende" der arabisch/islamischen Bewegung NICHT überrascht sein, dass dieser Aufstand ein ganz anderes Ergebnis zu Tage gebracht haben wird, als wir (überheblich) erwartet haben.
Ich hoffe und wünsche, dass ich Lügen gestraft werde - aber dieser arabisch/islamische Aufstand ist das eigentliche Ende der geschichtlichen Episode: die Türken vor Wien.
Dennoch bleibt die - recht simple Frage: Warum wird Libyen bombardiert und Syrien nicht?
Und - aber nur nebenbei - weshalb werden mir als Steuerzahler, also auch Geldgeber dieser ganzen Bombardierungen keine "Bilder" seit Wochen gezeigt? Letztendlich, und um ganz genau zu sein: Ich bin der Angriff und auch DU bist der Angriff u.a. auf Libyen, denn wir sind doch EuropäerInnen, in unserem Namen und von unserem Gelde wird das doch alles finanziert.
Verflucht - jetzt habe ich wieder Kopfschmerzen ...
Donnerstag, 24. März 2011
Anschlag in Jerusalem
Geht es jetzt wieder los, mit den Bus-Attentaten in Israel?
Nicht überraschend kam der gestrige Anschlag auf die Bus-Nummer 74 in Jerusalem. Nachdem die Ägypter sich von Mubarak befreit haben, ist leider auch die Grenze zu Gaza durchlässig geworden. Waffenlieferungen nach Gaza und andernorts müssen jetzt wohl nicht mehr durch geheime Tunnel geschafft werden.
Schon vor 14 Tagen wurde eine Familie in einer israelischen Siedlung regelrecht abgeschlachtet worden - doch die Katastrophe in Japan hatte diesen Mord aus den Medien verdrängt.
Schon heute Nacht flogen die Israelis Luftangriffe auf Stellungen militanter Palästinenser in Gaza - ein erneuter Krieg liegt in der Luft.
Mehr Infos hier
Nicht überraschend kam der gestrige Anschlag auf die Bus-Nummer 74 in Jerusalem. Nachdem die Ägypter sich von Mubarak befreit haben, ist leider auch die Grenze zu Gaza durchlässig geworden. Waffenlieferungen nach Gaza und andernorts müssen jetzt wohl nicht mehr durch geheime Tunnel geschafft werden.
Schon vor 14 Tagen wurde eine Familie in einer israelischen Siedlung regelrecht abgeschlachtet worden - doch die Katastrophe in Japan hatte diesen Mord aus den Medien verdrängt.
Schon heute Nacht flogen die Israelis Luftangriffe auf Stellungen militanter Palästinenser in Gaza - ein erneuter Krieg liegt in der Luft.
Mehr Infos hier
Dienstag, 15. März 2011
On the way back
oder anders gesagt, zurück in die Gegenwart; das bin ich gerade im Zug von Berlin-Ostbahnhof in den Westen der Republik.
Ratz-fatz vergingen die vergangenen 6 Tage in Berlin; zusammen genommen habe ich so viel gesehen, gehört, erlebt und erfühlt, wie oftmals in zwei Monaten nicht.
Jetzt gilt es eben das Erlebte zu sortieren und zu verarbeiten. Besonders der Besuch im Landesarchiv war ungemein beeindruckend und aufwühlend. Die gesamte Korrespondenz zwischen Willy, der Jewish Restitution Organization, dem Berliner Senat und dem Amt für Wiedergutmachung nachzulesen, war äußerst beeindruckend; wenn auch zeitweise kurios und etwas zynisch. So verlangte z.B. das Amt für Wiedergutmachung für jeden Beschluss hinsichtlich einer Zahlung von sog. Wiedergutmachungsgeldern bzw. Entschädigungen eine Bearbeitungsgebühr. Auf Deutsch: da wird einem deutschen Juden all sein Hab`und Gut von den Nazis genommen und um eine meist wirklich geringe Entschädigung zu erhalten, muss dieser Mensch dann eine Bearbeitungsgebühr entrichten. Viele Dinge, die ich auf dem Weg meiner Recherchen erfahren habe, übertreffen sich in Deutschland wirklich an Pietätlosigkeit.
So war ich z.B. vor einigen Jahren mit einer israelischen Freundin und deren sehr betagtem Vater in Berlin und wir besuchten das Holocaust-Mahnmal am Brandenburger Tor. Im dortigen unterirdischen Dokumentationszentrum konnte der Vater, weil des deutschen und englischen nicht mächtig, kein Wort verstehen. Ihm wurde angeboten einen Audio-Führer in hebräisch zu nutzen. Kostenpunkt: 4,50 €. Wie bitte? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich konnte nicht anderes, sondern musst die Dame am Audio-Verleih-Stand entrüstet fragen: "Ein Jude, der Opfer des Holocaust war, muss hier also dafür bezahlen, damit er verstehen kann, weshalb er Opfer war?"
Einfach unglaublich!
Ratz-fatz vergingen die vergangenen 6 Tage in Berlin; zusammen genommen habe ich so viel gesehen, gehört, erlebt und erfühlt, wie oftmals in zwei Monaten nicht.
Jetzt gilt es eben das Erlebte zu sortieren und zu verarbeiten. Besonders der Besuch im Landesarchiv war ungemein beeindruckend und aufwühlend. Die gesamte Korrespondenz zwischen Willy, der Jewish Restitution Organization, dem Berliner Senat und dem Amt für Wiedergutmachung nachzulesen, war äußerst beeindruckend; wenn auch zeitweise kurios und etwas zynisch. So verlangte z.B. das Amt für Wiedergutmachung für jeden Beschluss hinsichtlich einer Zahlung von sog. Wiedergutmachungsgeldern bzw. Entschädigungen eine Bearbeitungsgebühr. Auf Deutsch: da wird einem deutschen Juden all sein Hab`und Gut von den Nazis genommen und um eine meist wirklich geringe Entschädigung zu erhalten, muss dieser Mensch dann eine Bearbeitungsgebühr entrichten. Viele Dinge, die ich auf dem Weg meiner Recherchen erfahren habe, übertreffen sich in Deutschland wirklich an Pietätlosigkeit.
So war ich z.B. vor einigen Jahren mit einer israelischen Freundin und deren sehr betagtem Vater in Berlin und wir besuchten das Holocaust-Mahnmal am Brandenburger Tor. Im dortigen unterirdischen Dokumentationszentrum konnte der Vater, weil des deutschen und englischen nicht mächtig, kein Wort verstehen. Ihm wurde angeboten einen Audio-Führer in hebräisch zu nutzen. Kostenpunkt: 4,50 €. Wie bitte? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich konnte nicht anderes, sondern musst die Dame am Audio-Verleih-Stand entrüstet fragen: "Ein Jude, der Opfer des Holocaust war, muss hier also dafür bezahlen, damit er verstehen kann, weshalb er Opfer war?"
Einfach unglaublich!
Montag, 14. März 2011
Ein Himmelreich für Kühlstrümpfe
Gestern war der Höhepunkt des Fuß-Marathons durch Berlin - besonders das rein in die U-Bahn und raus aus der U-Bahn, Treppauf und Treppab zur nächsten U-Bahnlinie (meist funktionieren die Rolltreppen natürlich nicht) hat uns allen richtig zugesetzt. Auf dem späten Weg zurück ins Hotel konnte ich kaum noch die Fußballen schmerzlos aufsetzen ...
Mati, der ein großer Liebhaber von Richard Wagners Musik ist, hatte das riesen große Glück gehabt, dass gestern an der Deutschen Oper in Berlin die Wagner-Oper Tristan und Isolde Premiere hatte. Für 60 Euro setzte er sich 6 Stunden in den 3. Rang und kam danach mit feuchten Augen zurück. Er sagte, wenn er den Text verstanden hätte, hätte er noch mehr geweint.
In Israel hat er kaum die Chance Wagner zu hören, da viele Israelis immer noch dagegen sind, Musik des Anti-Semiten zu hören. Vor einigen Jahren war Daniel Barenboim mit dem Berliner Philharmoniker Orchester in Jerusalem und ließ (unangekündigt) vor vollbesetztem Haus plötzlich Wagner spielen. Viele der Zuhörer verließen aus Protest das Konzert.
Mati, der ein großer Liebhaber von Richard Wagners Musik ist, hatte das riesen große Glück gehabt, dass gestern an der Deutschen Oper in Berlin die Wagner-Oper Tristan und Isolde Premiere hatte. Für 60 Euro setzte er sich 6 Stunden in den 3. Rang und kam danach mit feuchten Augen zurück. Er sagte, wenn er den Text verstanden hätte, hätte er noch mehr geweint.
In Israel hat er kaum die Chance Wagner zu hören, da viele Israelis immer noch dagegen sind, Musik des Anti-Semiten zu hören. Vor einigen Jahren war Daniel Barenboim mit dem Berliner Philharmoniker Orchester in Jerusalem und ließ (unangekündigt) vor vollbesetztem Haus plötzlich Wagner spielen. Viele der Zuhörer verließen aus Protest das Konzert.
Sonntag, 13. März 2011
Wer mit Israelis eine Reise tut, ...
der kann wirklich was erleben.
Zunächst sei gesagt, mit Israelis zu reisen, bedeutet in erster Linie: man nimmt wahrscheinlich zu. Ich bin es ja schon aus Israel gewohnt, dass Israelis von einem Humus-Laden in den nächsten rennen und sich darin überbieten, wer denn nun in welchem kleinen Kaff das beste Restaurant kennt; aber hier in Berlin wird das alles noch übertroffen.
Es muss an einer Ecke nur nach etwas Essbarem riechen, schon fällt Ruth oder Mati ein, man müsse doch nun dringlich eine Pause einlegen. Kaum hatten wir unser Hotel gestern morgen verlassen, wurde per Handy aus Israel die Information eingeholt, wo es denn in der Nähe das Beste Lokal zum Frühstücken gibt. Wie gesagt: aus Israel - nicht das beide auf die Idee kämen mich, als ihre Deutsche Reisebegleitung zu fragen - ach nein, da vertraut man doch eher dem israelischen Geschmack.
Und tatsächlich, Ruths Tochter navigierte uns per sms ans Paul-Linke-Ufer in das Bistro "Übersee", in dem sich Ruth vor Begeisterung über ihr Yoghurt-mit-Früchten Frühstück nicht mehr einkriegte und Mati bekam große Augen bei einem regelrechten Berg Bauernfrühstück mit Speck. Besonders der Speck war es - denn Speck gibt es in Israel nicht, ist ja vom Schwein!
Nach dem Frühstück rein in die U-Bahn und an der Eisenacher Str. wieder raus - denn dort hatte Ruths Vater bis 1939 seine Firma. Leider waren genau die Häuser zerbombt worden, an denen die Franz D. Steiner & Co. ihre Büro- und Produktionsräume hatte. Schade! Doch durch die erhaltenden Häuser in der Nachbarschaft und die wunderschöne Schule gegenüber (erbaut 1902) konnten wir uns ein Bild machen.
Dazu sollte ich aber sagen, dass mit Ruth zu Fuß vorwärts zu kommen, einerseits eine kleine Geduldsprobe ist, andererseits aber auch den Winkel der Betrachtung erweitert - denn buchstäblich auf Schritt und Tritt sieht Ruth irgendetwas, worüber sie in wahre Verzückung gerät. Meist sind es winzig kleine Geschäfte die irgendein "Schmonzens"(jidd.= unnötiges Zeug, Kitsch) anbieten. Dann heißt es mit hebräischem Indianergebrüll rein in den Laden, alles anfassen, dem Betreiber direkt sagen, wie toll "das ganze Schmonzens ist" - nach dem Preis fragen, auf hebräisch mit Mati diskutieren ob man das jetzt kaufen sollte oder nicht (man muss ja Geschenke nach Israel mitbringen) - nach weiteren Minuten tief durchatmen, "Chaval, chaval" (hebr.: = Schade) sagen und wieder raus aus dem Laden. Bis zum nächsten!
Zunächst sei gesagt, mit Israelis zu reisen, bedeutet in erster Linie: man nimmt wahrscheinlich zu. Ich bin es ja schon aus Israel gewohnt, dass Israelis von einem Humus-Laden in den nächsten rennen und sich darin überbieten, wer denn nun in welchem kleinen Kaff das beste Restaurant kennt; aber hier in Berlin wird das alles noch übertroffen.
Es muss an einer Ecke nur nach etwas Essbarem riechen, schon fällt Ruth oder Mati ein, man müsse doch nun dringlich eine Pause einlegen. Kaum hatten wir unser Hotel gestern morgen verlassen, wurde per Handy aus Israel die Information eingeholt, wo es denn in der Nähe das Beste Lokal zum Frühstücken gibt. Wie gesagt: aus Israel - nicht das beide auf die Idee kämen mich, als ihre Deutsche Reisebegleitung zu fragen - ach nein, da vertraut man doch eher dem israelischen Geschmack.
Und tatsächlich, Ruths Tochter navigierte uns per sms ans Paul-Linke-Ufer in das Bistro "Übersee", in dem sich Ruth vor Begeisterung über ihr Yoghurt-mit-Früchten Frühstück nicht mehr einkriegte und Mati bekam große Augen bei einem regelrechten Berg Bauernfrühstück mit Speck. Besonders der Speck war es - denn Speck gibt es in Israel nicht, ist ja vom Schwein!
Nach dem Frühstück rein in die U-Bahn und an der Eisenacher Str. wieder raus - denn dort hatte Ruths Vater bis 1939 seine Firma. Leider waren genau die Häuser zerbombt worden, an denen die Franz D. Steiner & Co. ihre Büro- und Produktionsräume hatte. Schade! Doch durch die erhaltenden Häuser in der Nachbarschaft und die wunderschöne Schule gegenüber (erbaut 1902) konnten wir uns ein Bild machen.
Dazu sollte ich aber sagen, dass mit Ruth zu Fuß vorwärts zu kommen, einerseits eine kleine Geduldsprobe ist, andererseits aber auch den Winkel der Betrachtung erweitert - denn buchstäblich auf Schritt und Tritt sieht Ruth irgendetwas, worüber sie in wahre Verzückung gerät. Meist sind es winzig kleine Geschäfte die irgendein "Schmonzens"(jidd.= unnötiges Zeug, Kitsch) anbieten. Dann heißt es mit hebräischem Indianergebrüll rein in den Laden, alles anfassen, dem Betreiber direkt sagen, wie toll "das ganze Schmonzens ist" - nach dem Preis fragen, auf hebräisch mit Mati diskutieren ob man das jetzt kaufen sollte oder nicht (man muss ja Geschenke nach Israel mitbringen) - nach weiteren Minuten tief durchatmen, "Chaval, chaval" (hebr.: = Schade) sagen und wieder raus aus dem Laden. Bis zum nächsten!
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