Donnerstag, 4. Februar 2010

Wer will eigentlich noch diese wertlosen Dollars haben?

Dahoim is dahoim - sagen die Bayern und ich bin das jetzt seit zwei Tagen.
Wie sich das "dahoim" anfühlt, kann ich noch nicht sagen, da mich eine Mittelohrentzündung und Bronchitis schmachmatt und sozusagen gefühllos gemacht hat.
Der Arzt, den ich leider aufsuchen musste, sagt: ruhe, liegen, viel trinken, nix rauchen und erst ein Kortison-Nasenspray und ab heute abend Antibiotika.

Der Rückflug am Montag war eine einzige Tortur - und dies nicht nur, weil ich mich ja schon da wie schon einmal ausgespuckt gefühlt hatte.
Der Flug hatte wegen Eis und Schnee in Frankfurt stundenlang Verspätung und ich schleppte mich da mit 42 Kilo Gepäck an den Lufthansa-Schalter, die natürlich große Augen bzgl. des Übergepäcks bekamen. Ich solle erstmal 14 kg bezahlen (490 Dollar)
WIE BITTE?
Dann bin ich echt mal wütend geworden, denn bei all meinen bisherigen Flügen achtete ich immer darauf im Limit zu bleiben und durfte jahrelang mitansehen, wie andere Passagiere vom Mikrowellenherd, Flachbildschirm und Golfausrüstung alles ins Flugzeug schleppten, was da eigentlich nicht rein gehörte. Und ich kam ja nicht von einem 14tägigen Urlaub zurück; hatte auch keine abgebrochenen Korallen aus dem Roten Meer, keine ausgetrockneten Skorpione aus dem Negev oder entschärfte Landminen aus dem Golan im Gepäck.
"Hei, ich war 3 Monate in Israel!", sagte ich dem israelischen Mitarbeiter, "Was glaubt Lufthansa eigentlich, wie man sein Hab`und Gut in 20 kg verpacken kann?"
Ich muss so überzeugend gewirkt haben (oder einfach auch nur so wütend), so dass man mir sehr entgegen kam:
"Okay, two kilo you pay!" Super, total freundlich, ich war begeistert -
"How much?"
"75 Dollar!" Wow, ganz schön happig, aber egal:
"And how much is this in Euro!"
"We don`t take Euro!"
Wie bitte, keine Euros? Ich fliege mit einer Deutschen Fluggesellschaft nach Deutschland (nicht nach Ami-Land) und soll in Dollars bezahlen? "Yes!"
Lauthals schimpfend (typisch deutsch?) eilte ich zu einem Geldwechselschalter, wo ich meine letzten 150 Shekel und einige Euros auf den Schalter warf, 80 Dollar erhielt, wiederum laut schimpfend an die Lufthansa-Übergepäckbezahlstelle eilte; der dortigen Mitarbeiterin auch schimpfend in den Ohren lag, um danach mit der Quittung wieder zum Check-In Schalter zurückzueilen.
Bei dem wirklich netten israelischen Lufthansa-Mitarbeiter entschuldigte ich mich dann. für mein "aufmüpfiges" Verhalten und das er dieses doch bitte nicht persönlich nehmen solle!
"No problem, Madam, I can understand you!"

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