Sonntag, 26. Dezember 2010

Kauft Christen - kauft!

In Jerusalem wie auch in Bethelhem beklagen die arabischen Einwohner die geringe Zahl an Christen die zu Weihnhachten ins Land kommen und grüne Dollars oder den verweichlichten Euro zurück lassen.
Ist die Zahl der Besucher in diesem Jahr angesichts der beruhigten politischen Situation um fast das doppelte auf 1,3 Millionen gestiegen - so waren es aber zu Höchstzeiten schon 3 Millionen.
Die hohen christlichen Feiertage wie Ostern und Weihnachten sind für die arabischen Händler DIE Einnahmequelle im ganzen Jahr. Besonders die Stadt Bethlehem führt seit Errichtung der israelischen Schutz-Mauer ein ärmliches Steifmütterchen Dasein. Aus der ehemals 70 Tausend Einwohnerstadt ist ein 25 Tausend köpfiges "totes" Dorf geworden. Vieler Einwohner sind in den vergangenen Jahren aus Mangel an Arbeit und Einkommen abgewandert - da ist Weihnachten die einzige Hoffnung, sich vielleicht den Lebensunterhalt für das ganze Jahr zu verdienen: vom Touristenführer über den Taxifahrer, Andenkenhändler, Restaurantbesitzer und Straßenkehrer. Alle hoffen vom großen Kuchen Weihnachten etwas abzubekommen. Doch: Pustekuchen!
Schon am vergangenen Freitag wurde in der israelischen Tageszeitung HaAretz über die mangelnde Kaufbereitschaft der Christen berichtet. Wenn man durch die Gassen der Jerusalemer Altstadt schlendert (wobei das Schlendern schon die falsche Geschwindigkeit ist) sieht man kaum einen Touristen oder Christen (oder sind beide das Gleiche?) in einem der Geschäfte. Die Frage nach dem Weshalb ist das so? kann nach meinem dafürhalten recht schnell und einfach beantwortet werden: die arabichen Händler sind einfach fürchterlich nervig; fast so wie in Indien wollen sie die Passanten geradezu in ihre Geschäfte hineinreden. Überall und immer wieder: Hello, come in! und wenn es in englisch nicht klappt, dann wird in allen Sprachen dieser Welt Ich liebe Dich, Je`taime und Amore mio palavert. Will man sich tatsächlich mal das ein oder andere Andenken anschauen, kann man dies nicht in Ruhe tun, sofort hängt der Händler einem sprichwörtlich an der Backe. Um dies zu umgehen, wird eben nicht geschlendert sondern fast im Marschschritt die Gassen durchschritten.
Die Befürchtung der Touristen, dass an jeder Ecke ein Nepper, Schlepper, Bauernfänger wartet, hat sich tief ins Bewußtsein eingegraben und angesichts dem Schund der hier für teuer Geld angeboten wird, verzichten Christen wie Toursiten mittlerweile darauf, auch nur ein kleines Holzkamel zu kaufen.

Auch die israelische Comedy-TV-Landschaft hat sich diesem Thema schon angenommen, aber aus einem ganz anderem Blickwinkel. Hier liegt die Begründung darin, wie Christen in der moslemischen Welt behandelt werden.
Seht selbst:

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