Samstag, 12. März 2011

Wenn, dann ja ...

wenn nicht, dann nein!
Mit diesem Satz ist Deutschland auf den Punkt gebracht!

Kurz erklärt bedeutet dieser Satz, dass: wenn die Jewish Restitution Successor Organization schon 1954 vorsorglich einen Antrag auf Wiedergutmachungszahlungen auch für die Firma von Ruths Vater gestellt hatte, (was diese Organisation wohlweislich auch für 8000 andere ehemalige jüdische Firmen und Unternehmen getan hat) dann - ja dann, besteht die Möglichkeit, dass Ruth einen Teil des Geldes erhält.
Und wenn diese Organization dies nicht für die Firma Franz D. Steiner & Co. getan hatte, tja - dann geht sie leer aus, weil mittlerweile auch bei den Reparationszahlungen der Satz Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben gilt.
Das ist, kurz gefasst das Ergebnis unseres gestrigen Treffens mit Dr. Ch. Kreutzmüller, dem Leiter des Projektes "Jüdische Klein- Mittelständische Unternehmen in Berlin zwischen 1933-1945" an der Humboldt-Universität Berlin. Das Gespräch war unglaublich informativ und der Herr Doktor nicht nur hilfsbereit, sondern auch noch ausgestattet mit viel Humor und einen exzellenten Englisch, so dass Ruth all ihre Fragen zunächst los werden konnte und auch Antworten erhielt.
Ausgestattet mit einigen Kopien wichtiger Unterlagen, so z.B. die der "Suchliste Berliner jüd. Firmen" aus dem Haus der Wannsee-Konferenz sowie original Unterlagen der Nazis, auf denen irgend so ein Braunhemd mit Bleistift einfache Häkchen hinter die jüdischen Firmen gesetzt hatte, die er entweder arisiert, entjudet oder liquidiert hatte, (Damit ist er wohl täglich zu Eichmann gerannt, um sich sein Lob abzuholen) - hatten wir sein Büro wieder verlassen.
Danach erstmal zu Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt, dass älteste und größte Schokoladenhaus Europas, um bei lecker Kuchen und Cappucino den Kopf wieder klar zu bekommen.

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