Marx brachte es auf den Punkt: "Religion ist Opium für das Volk!" Der Wahrheitsgehalt dieses fast banalen Satzes beweist sich im Lande der 3 monotheistischen Religionen. Hier, wo alle drei Religionen aufeinander prallen, mit- und untereinander leben (müssen) und sich sprichwörtlich um jeden Zentimeter zanken.
In Jerusalem streiten sich die verschiedenen katholischen Kirchen um den Besitz der Grabeskirche; Juden und Moslems streiten sich, wer denn das älteste Anrecht auf den Tempelplatz hat; in Bethlehem streiten sich wieder die verschiedenen katholischen Kirchen um die winzige Grotte, in der Jesus seinen ersten Schrei getan haben soll. Sogar um das Recht, welcher "bärtige alte Mann" (auch Patriarch genannt) denn an Heilig Abend als erstes in die Geburtskirche einmarschieren darf, wurde einst hartnäckig gestritten (mittlerweile gibt es hierfür ein festes Protokoll).
In Hebron streiten sich bis heute Juden und Moslems um den Besitz der "Höhle des Patriarchen Abraham" (hebr. Ma`arat HaMachpalah): ein glotziger Steinbau aus der Zeit Herodes, in dem sich die Gräber Abrahams, seiner Frau Sara, den Söhnen Isaak und Isamail sowie deren Frauen Leah und Rebecca befinden. Hebron selbst ist eine "tote" Stadt, ca. 160 000 Tausend Einwohner, davon nur ca. 400 Juden - die wiederum von 20.000 Soldaten bewacht werden. Mittendrin das Grab des Ur-Vaters der Juden, Christen und Moslems.
Rechts der Zugang für die Juden, links der Zugang für die Moslems - von israelischen Soldaten bewacht, Sicherheitszonen und Check-Point. Zwischen Moschee und jüdischer Wallfahrtsstätte je ein vergittertes Fenster, damit Juden und Moslems die Gräber Abrahams und Saras "anbeten" dürfen. An den hohen jüdischen Feiertagen darf kein Moslem in die Moschee, denn dann dürfen die moslemischen Heiligtümer auch von Juden berührt und die dicken Teppiche auch von verhassten Juden betreten werden. (Immer schön Schuhe aus am Eingang!) Und umgekehrt natürlich auch: an hohen moslemischen Feiertagen darf kein Jude anwesend sein: Moslems beherrschen dann das gesamte Areal und die dünne Trennwand aus Holz wird ganz einfach aufgeschlossen.
Alles wirkt unheilig Heilig: Dreck, nach Schweißfuß stinkende Gebetsteppiche, streunende Katzen, unrasierte Männer, tief vermummte Frauen, die mit leblosen Augen dahin schlurfen - dazwischen vereinzelte Touristen, gelangweilt wirkende Soldaten in voller Montur; jüdische Frauen, die auffallend dürr und blass unter ihren vielen Röcken und Blusen und vergammelten Strickjacken wirken. Die Gläubigen Moslems, meist alte Männer tragen ebenso alte Anzüge, Weste darunter und die durch Yassir Arafat bekannt gewordene Kopfbedeckung. Die gläubigen Juden auch alt und bärtig, Schläfchenlocken, Gebetsriemen an Kopf und/oder Armen und auf beide Ausgaben trifft ein Attribut gleichermaßen zu: ungepflegt!
Bei allem Respekt allen Gläubigen und Religionen gegenüber: Findet nicht der wahre Glaube in uns selbst statt, und nicht an einem Ort, der über die Jahrhunderte umkämpft, in dessen Namen schon Tausende gestorben sind und wahrscheinlich noch Tausende in der Zukunft sterben werden. Orte und Plätze; Moscheen, Kirchen und Synagogen - die letztendlich nur von Päpsten, Rabbis und Imanen, von Politikern, Mächtigen und Gewaltbereiten instrumentalisiert werden, um das Volk von ihrem eigentlichen Vorhaben, von ihren wahren Zielen abzulenken?
Vielleicht aber bin ich einfach nur zu un-gläubig, um zu verstehen, weshalb man einen toten Stein; eine alte Holztruhe oder eine Grabstätte anbetet, von der längst bekannt ist, dass sie dort nie gewesen sein konnte, wo man sie heute verehrt.
Ich glaube, der alte bärtige Jude Karl Marx hatte gar nicht so unrecht!
Dienstag, 28. Dezember 2010
Kennedy kam fast bis Bethlehem
Die Mauer steht heute nicht mehr in Berlin - und manchmal ist es ja auch völlig egal, ob solch eine Mauer tatsächlich aus Stein (oder Beton) gebaut, Menschen von einander trennen (oder sie voreinander schützen) soll. Die dicksten und höchsten Mauern sind (leider) immer noch in den Köpfen der Menschen. In Berlin ebenso wie in Bethlehem; in Deutschland ebenso wie in Israel.
Die israelische Mauer, auch israelischer Schutzwall genannt - wurde ab 2003 auf einer ungefähren Länge von 750 km begonnen und ist bis heute nicht fertig. Noch fehlen ca. 25 % .
Wie auch auch einst in Berlin (East-Side Gallery) nutzen palästinensische Graffiti-Künstler die bis zu acht Meter hohe (Schutz)-Mauer um ihre politischen, persönlichen, philosophischen, religiösen und humanistischen Ideen, Fragen und Nachrichten in die Welt zu tragen. So gibt es nahe Bethlehem, direkt am Check-Point die "Wall Gallery", auf der Gemälde, Sprüche und politische Aufrufe aller Art zu sehen sind. Aber nicht nur dort - die gesamte Mauer ist zu einer riesigen Freiluft-Gallery geworden: "Even dogs can run free, why not me?" über "Fuck Israel" bis hin zu "Once there was teacher in Bethlehm; he teached Humanity!"
Überhaupt scheinen die Palästinenser ihre Situation mit der des geteilten Berlins zu vergleichen. Vielleicht auch deshalb, weil der Fall der Berliner Mauer ihnen Hoffnung gibt: das Ende ist absehbar. Ob es dagegen nahe ist, darf bezweifelt werden.
Entlang der Mauer ist immer wieder der Name Berlin zu erkennen, Ernst Reuters berühmter Satz: "Völker der Erde schaut auf diese Stadt!" ist umgewandelt in "... schaut auf dieses Volk!" und last but not least ist auch John F. Kennedy bis nach Bethlehem gekommen.
Wer den Schriftzug nicht erkennen kann: "Ich bin ein Berliner!"
Die israelische Mauer, auch israelischer Schutzwall genannt - wurde ab 2003 auf einer ungefähren Länge von 750 km begonnen und ist bis heute nicht fertig. Noch fehlen ca. 25 % .
Wie auch auch einst in Berlin (East-Side Gallery) nutzen palästinensische Graffiti-Künstler die bis zu acht Meter hohe (Schutz)-Mauer um ihre politischen, persönlichen, philosophischen, religiösen und humanistischen Ideen, Fragen und Nachrichten in die Welt zu tragen. So gibt es nahe Bethlehem, direkt am Check-Point die "Wall Gallery", auf der Gemälde, Sprüche und politische Aufrufe aller Art zu sehen sind. Aber nicht nur dort - die gesamte Mauer ist zu einer riesigen Freiluft-Gallery geworden: "Even dogs can run free, why not me?" über "Fuck Israel" bis hin zu "Once there was teacher in Bethlehm; he teached Humanity!"
Überhaupt scheinen die Palästinenser ihre Situation mit der des geteilten Berlins zu vergleichen. Vielleicht auch deshalb, weil der Fall der Berliner Mauer ihnen Hoffnung gibt: das Ende ist absehbar. Ob es dagegen nahe ist, darf bezweifelt werden.
Entlang der Mauer ist immer wieder der Name Berlin zu erkennen, Ernst Reuters berühmter Satz: "Völker der Erde schaut auf diese Stadt!" ist umgewandelt in "... schaut auf dieses Volk!" und last but not least ist auch John F. Kennedy bis nach Bethlehem gekommen.
Wer den Schriftzug nicht erkennen kann: "Ich bin ein Berliner!"
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Reisen zwischen Wahn und Wirklichkeit
Heute ist unser letzter Tag in Jerusalem - mein rechtes Knie wird es mir danken. In den vergangenen Tagen soviel gelaufen wie in einem Jahr nicht und nun zeigen sich schon die ersten körperlichen Abnutzungserscheinungen; besonders das Knie schmerzt bei jedem Schritt: die Oberschenkelsehne scheuert buchstäblich über die Patella. Ich hoffe irgendwoher eine entzündungshemmende Salbe (Mobilat) zu ergattern und dann heißt es feste einschmieren und nicht viel laufen. Jedenfalls heute nicht.
Gestern hatten wir uns Richtung Bethlehem aufgemacht: arabischen Bus Nr. 21 am Damaskus-Tor (6,50 NIS) und kaum war der Bus losgefahren, wurde er auch schon von israelischem Militär angehalten. Eine junge Soldatin betrat den Bus und bat um alle Pässe - außer den unsrigen. Ein kurzes: "From where you are?" - und unsere Antwort: "Germany.", reichte. Die Stimmung im Bus war augenblicklich einer Atmosphäre aus unterdrückter Wut und (an)gespannter Befürchtung gewichen, einige palästinensische Jugendliche mussten aussteigen. Jeder Pass wurde geprüft, drei junge Männer mussten zurück bleiben - der Rest konnte weiter fahren.
Das Reisen zwischen Jerusalem und den besetzten Gebieten (Palästina / West-Bank) kann für so manchen Palästinenser zu einem Spiessrutenlaufen werden: es gelten strikte Regeln. Wohnt der Palästinenser in Jerusalem benötigt er einen Passierschein, um seine Familie in Bethlehem, Hebron oder Nablus zu besuchen. Wohnt der Palästinenser schon dort und möchte nach Jerusalem oder ins israelischen Kernland, kommt er dort auch nur mit einer speziellen Ausnahmegenehmigung oder aber einer Arbeitserlaubnis für Israel hin.
Die Gesichter der palästinensischen Männer und Frauen in dem Bus zeugten von Enttäuschung und einem Ohnmachtsgefühl. Unweigerlich stellt man sich die Frage: Wie würde es eigentlich mir persönlich gehen, wenn ich in deren Situation wäre ... in der israelischen wie auch in der palästinensischen?
In diesem Land ist man permanent hin und her gerissen. Noch am Montag - nach unserem Besuch in Yad Vashem - DER ultimativen Gedenkstätte für die Millionen Opfer des Holocaust schlägt das Herz absolut pro israelisch und das Existenzrecht Israels ist nicht einen einzigen Zweifel wert. Aber schon am nächsten Tag - also gestern, nachdem wir die Zustände in Hebron, Beit Yalla und Bethlehem; den Hochsicherheitstrakt des Check-Point in Bethlehem und die politischen Grafitti auf der überdimensional hohen Grenzmauer (die teilweise verzweifelten Hilferufen an die Welt gleichen) gesehen und uns lange mit unserem palästinensischen Taxi-Fahrer unterhalten hatten, weicht das Herz (und die Humanität) natürlich auch für die Bedürfnisse (und Rechte) der Palästinenser auf. Die Suche nach einer eindeutigen persönlichen Position in diesem "Bruder-Kampf" gleicht der Suche nach dem Ausgang in einem weit verzweigten Labyrinth.
Unzweifelhaft ist (jedenfalls für mich), dass jeder Mensch das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung hat. Gleichzeitig ist es aber für mich ebenso unzweifelhaft, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Leib und Leben zu schützen. Wo aber fängt das Eine an und hört das Andere auf?
Oder anders gefragt: Wo fängt das sich selbst schützen an zum Beherrschen anderer zu werden? Wann wird Selbstschutz zur Willkür und wo oder wann muss der, der sich selbst schützt zur Umkehr bewegt, zuweilen auch gezwungen werden?
Gestern hatten wir uns Richtung Bethlehem aufgemacht: arabischen Bus Nr. 21 am Damaskus-Tor (6,50 NIS) und kaum war der Bus losgefahren, wurde er auch schon von israelischem Militär angehalten. Eine junge Soldatin betrat den Bus und bat um alle Pässe - außer den unsrigen. Ein kurzes: "From where you are?" - und unsere Antwort: "Germany.", reichte. Die Stimmung im Bus war augenblicklich einer Atmosphäre aus unterdrückter Wut und (an)gespannter Befürchtung gewichen, einige palästinensische Jugendliche mussten aussteigen. Jeder Pass wurde geprüft, drei junge Männer mussten zurück bleiben - der Rest konnte weiter fahren.
Das Reisen zwischen Jerusalem und den besetzten Gebieten (Palästina / West-Bank) kann für so manchen Palästinenser zu einem Spiessrutenlaufen werden: es gelten strikte Regeln. Wohnt der Palästinenser in Jerusalem benötigt er einen Passierschein, um seine Familie in Bethlehem, Hebron oder Nablus zu besuchen. Wohnt der Palästinenser schon dort und möchte nach Jerusalem oder ins israelischen Kernland, kommt er dort auch nur mit einer speziellen Ausnahmegenehmigung oder aber einer Arbeitserlaubnis für Israel hin.
Die Gesichter der palästinensischen Männer und Frauen in dem Bus zeugten von Enttäuschung und einem Ohnmachtsgefühl. Unweigerlich stellt man sich die Frage: Wie würde es eigentlich mir persönlich gehen, wenn ich in deren Situation wäre ... in der israelischen wie auch in der palästinensischen?
In diesem Land ist man permanent hin und her gerissen. Noch am Montag - nach unserem Besuch in Yad Vashem - DER ultimativen Gedenkstätte für die Millionen Opfer des Holocaust schlägt das Herz absolut pro israelisch und das Existenzrecht Israels ist nicht einen einzigen Zweifel wert. Aber schon am nächsten Tag - also gestern, nachdem wir die Zustände in Hebron, Beit Yalla und Bethlehem; den Hochsicherheitstrakt des Check-Point in Bethlehem und die politischen Grafitti auf der überdimensional hohen Grenzmauer (die teilweise verzweifelten Hilferufen an die Welt gleichen) gesehen und uns lange mit unserem palästinensischen Taxi-Fahrer unterhalten hatten, weicht das Herz (und die Humanität) natürlich auch für die Bedürfnisse (und Rechte) der Palästinenser auf. Die Suche nach einer eindeutigen persönlichen Position in diesem "Bruder-Kampf" gleicht der Suche nach dem Ausgang in einem weit verzweigten Labyrinth.
Unzweifelhaft ist (jedenfalls für mich), dass jeder Mensch das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung hat. Gleichzeitig ist es aber für mich ebenso unzweifelhaft, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Leib und Leben zu schützen. Wo aber fängt das Eine an und hört das Andere auf?
Oder anders gefragt: Wo fängt das sich selbst schützen an zum Beherrschen anderer zu werden? Wann wird Selbstschutz zur Willkür und wo oder wann muss der, der sich selbst schützt zur Umkehr bewegt, zuweilen auch gezwungen werden?
Sonntag, 26. Dezember 2010
Kauft Christen - kauft!
In Jerusalem wie auch in Bethelhem beklagen die arabischen Einwohner die geringe Zahl an Christen die zu Weihnhachten ins Land kommen und grüne Dollars oder den verweichlichten Euro zurück lassen.
Ist die Zahl der Besucher in diesem Jahr angesichts der beruhigten politischen Situation um fast das doppelte auf 1,3 Millionen gestiegen - so waren es aber zu Höchstzeiten schon 3 Millionen.
Die hohen christlichen Feiertage wie Ostern und Weihnachten sind für die arabischen Händler DIE Einnahmequelle im ganzen Jahr. Besonders die Stadt Bethlehem führt seit Errichtung der israelischen Schutz-Mauer ein ärmliches Steifmütterchen Dasein. Aus der ehemals 70 Tausend Einwohnerstadt ist ein 25 Tausend köpfiges "totes" Dorf geworden. Vieler Einwohner sind in den vergangenen Jahren aus Mangel an Arbeit und Einkommen abgewandert - da ist Weihnachten die einzige Hoffnung, sich vielleicht den Lebensunterhalt für das ganze Jahr zu verdienen: vom Touristenführer über den Taxifahrer, Andenkenhändler, Restaurantbesitzer und Straßenkehrer. Alle hoffen vom großen Kuchen Weihnachten etwas abzubekommen. Doch: Pustekuchen!
Schon am vergangenen Freitag wurde in der israelischen Tageszeitung HaAretz über die mangelnde Kaufbereitschaft der Christen berichtet. Wenn man durch die Gassen der Jerusalemer Altstadt schlendert (wobei das Schlendern schon die falsche Geschwindigkeit ist) sieht man kaum einen Touristen oder Christen (oder sind beide das Gleiche?) in einem der Geschäfte. Die Frage nach dem Weshalb ist das so? kann nach meinem dafürhalten recht schnell und einfach beantwortet werden: die arabichen Händler sind einfach fürchterlich nervig; fast so wie in Indien wollen sie die Passanten geradezu in ihre Geschäfte hineinreden. Überall und immer wieder: Hello, come in! und wenn es in englisch nicht klappt, dann wird in allen Sprachen dieser Welt Ich liebe Dich, Je`taime und Amore mio palavert. Will man sich tatsächlich mal das ein oder andere Andenken anschauen, kann man dies nicht in Ruhe tun, sofort hängt der Händler einem sprichwörtlich an der Backe. Um dies zu umgehen, wird eben nicht geschlendert sondern fast im Marschschritt die Gassen durchschritten.
Die Befürchtung der Touristen, dass an jeder Ecke ein Nepper, Schlepper, Bauernfänger wartet, hat sich tief ins Bewußtsein eingegraben und angesichts dem Schund der hier für teuer Geld angeboten wird, verzichten Christen wie Toursiten mittlerweile darauf, auch nur ein kleines Holzkamel zu kaufen.
Auch die israelische Comedy-TV-Landschaft hat sich diesem Thema schon angenommen, aber aus einem ganz anderem Blickwinkel. Hier liegt die Begründung darin, wie Christen in der moslemischen Welt behandelt werden.
Seht selbst:
Ist die Zahl der Besucher in diesem Jahr angesichts der beruhigten politischen Situation um fast das doppelte auf 1,3 Millionen gestiegen - so waren es aber zu Höchstzeiten schon 3 Millionen.
Die hohen christlichen Feiertage wie Ostern und Weihnachten sind für die arabischen Händler DIE Einnahmequelle im ganzen Jahr. Besonders die Stadt Bethlehem führt seit Errichtung der israelischen Schutz-Mauer ein ärmliches Steifmütterchen Dasein. Aus der ehemals 70 Tausend Einwohnerstadt ist ein 25 Tausend köpfiges "totes" Dorf geworden. Vieler Einwohner sind in den vergangenen Jahren aus Mangel an Arbeit und Einkommen abgewandert - da ist Weihnachten die einzige Hoffnung, sich vielleicht den Lebensunterhalt für das ganze Jahr zu verdienen: vom Touristenführer über den Taxifahrer, Andenkenhändler, Restaurantbesitzer und Straßenkehrer. Alle hoffen vom großen Kuchen Weihnachten etwas abzubekommen. Doch: Pustekuchen!
Schon am vergangenen Freitag wurde in der israelischen Tageszeitung HaAretz über die mangelnde Kaufbereitschaft der Christen berichtet. Wenn man durch die Gassen der Jerusalemer Altstadt schlendert (wobei das Schlendern schon die falsche Geschwindigkeit ist) sieht man kaum einen Touristen oder Christen (oder sind beide das Gleiche?) in einem der Geschäfte. Die Frage nach dem Weshalb ist das so? kann nach meinem dafürhalten recht schnell und einfach beantwortet werden: die arabichen Händler sind einfach fürchterlich nervig; fast so wie in Indien wollen sie die Passanten geradezu in ihre Geschäfte hineinreden. Überall und immer wieder: Hello, come in! und wenn es in englisch nicht klappt, dann wird in allen Sprachen dieser Welt Ich liebe Dich, Je`taime und Amore mio palavert. Will man sich tatsächlich mal das ein oder andere Andenken anschauen, kann man dies nicht in Ruhe tun, sofort hängt der Händler einem sprichwörtlich an der Backe. Um dies zu umgehen, wird eben nicht geschlendert sondern fast im Marschschritt die Gassen durchschritten.
Die Befürchtung der Touristen, dass an jeder Ecke ein Nepper, Schlepper, Bauernfänger wartet, hat sich tief ins Bewußtsein eingegraben und angesichts dem Schund der hier für teuer Geld angeboten wird, verzichten Christen wie Toursiten mittlerweile darauf, auch nur ein kleines Holzkamel zu kaufen.
Auch die israelische Comedy-TV-Landschaft hat sich diesem Thema schon angenommen, aber aus einem ganz anderem Blickwinkel. Hier liegt die Begründung darin, wie Christen in der moslemischen Welt behandelt werden.
Seht selbst:
Samstag, 25. Dezember 2010
Sonnige Wangen & müde Muskeln
Ein einziger Tag treppauf und treppab durch Jerusalem gleicht einem einwöchigem Trainingslager unter Felix Magath (dem Schleifer)!
Seit heute morgen ca. 6 h auf den Beinen, ab 9:30 h tatsächlich auf den Fußballen unterwegs: zunächst von der arabischen Altstadt hinauf ans Jaffa-Tor, was zusammen gezählt bestimmt um die 500 Stufen sind. Dort in das Museum zur Geschichte Jerusalems in der David-Zitadelle; wieder ca. 100 Stufen - das ganze dann wieder return und an der Außenmauer hinauf auf den Rundgang, den man zwischen den Zinnen der Altstadtmauer gehen kann. Bis hinunter zum Zions-Tor - nochmals rund 100 Treppen auf und ab.
Von dort hinüber auf den Berg-Zion, in die Kapelle des letzten Abendmahles und zum Grab von König David. (Hier gab`s mal keine Stufen!) Dafür aber wie jedes Jahr Touristen und Christen aus allen Herren (oder Damen) Länder. Waren es im vergangenen Jahr vorwiegend Menschen aus Gambia, Nigeria und Somalia - so ist heuer halb Latein-Amerika auf Jesus Spuren unterwegs.
Gegen 14:30 h wieder in unserem Hospiz angekommen - bis wir erschöpft, mit 100 Kilo Sonne im Körper auf unseren Betten lagen, gab es auf dem Weg zurück nochmals an die 300 Stufen ... und jetzt (18:30 h) ; ja, und jetzt habe ich rote Wangen, erhöhte Sonnen-Temperatur und schmerzende Oberschenkel. Dafür gibt es nun draußen auf der Terrasse, die schon von tiefer Nachtschwärze umgeben ist, das erste israelische Bier: Goldstar.
Sobald die Sonne verschwunden ist, was noch recht früh am Tag (17:30 h) passiert, wird es sofort empfindlich kühl und die Mischung aus aufgeheiztem Körper und äußerlicher Frische hinterlassen das Gefühl von: Ich bekomme eine Erkältung. Aber dem ist nicht so - aber als Couch-Potato, zu der ich mich entwickelt habe, ist so viel Bewegung und dazu frische Luft sehr ungewohnt.
Wie überall auf der Welt haben sich auch wieder einige Dinge in Jerusalem verändert: der Platz vor dem Zentralen Busbahnhof ist neu gestaltet - die Haltestellen für die im kommenden Jahr endlich fahrende Straßenbahn sind schon zu erkennen und die Preise sind stark angestiegen: jedenfalls in der arabischen Altstadt. Für zwei kleine Pizzen, für die ich im vergangenen Jahr noch 50 NIS bezahlt hatte, muss man heute schlappe 80 Shekel hinblättern. Das bedeutet eine Preissteigerung von 60 % - dazu noch der äußerst schwache Euro. Da gibt der Geldbeutel Schmerzensschreie von sich!
Für Morgen haben wir uns die Neu-Stadt - also West-Jerusalem vorgenommen. Zu sehen gibt es genug: Knesset, Israel Museum (in dem einige Fragmente der Qumran-Rollen ausgestellt sind) und natürlich Yad Vashem.
Davon, und was wir tatsächlich ins Programm genommen haben, morgen Abend.
Seit heute morgen ca. 6 h auf den Beinen, ab 9:30 h tatsächlich auf den Fußballen unterwegs: zunächst von der arabischen Altstadt hinauf ans Jaffa-Tor, was zusammen gezählt bestimmt um die 500 Stufen sind. Dort in das Museum zur Geschichte Jerusalems in der David-Zitadelle; wieder ca. 100 Stufen - das ganze dann wieder return und an der Außenmauer hinauf auf den Rundgang, den man zwischen den Zinnen der Altstadtmauer gehen kann. Bis hinunter zum Zions-Tor - nochmals rund 100 Treppen auf und ab.
Von dort hinüber auf den Berg-Zion, in die Kapelle des letzten Abendmahles und zum Grab von König David. (Hier gab`s mal keine Stufen!) Dafür aber wie jedes Jahr Touristen und Christen aus allen Herren (oder Damen) Länder. Waren es im vergangenen Jahr vorwiegend Menschen aus Gambia, Nigeria und Somalia - so ist heuer halb Latein-Amerika auf Jesus Spuren unterwegs.
Gegen 14:30 h wieder in unserem Hospiz angekommen - bis wir erschöpft, mit 100 Kilo Sonne im Körper auf unseren Betten lagen, gab es auf dem Weg zurück nochmals an die 300 Stufen ... und jetzt (18:30 h) ; ja, und jetzt habe ich rote Wangen, erhöhte Sonnen-Temperatur und schmerzende Oberschenkel. Dafür gibt es nun draußen auf der Terrasse, die schon von tiefer Nachtschwärze umgeben ist, das erste israelische Bier: Goldstar.
Sobald die Sonne verschwunden ist, was noch recht früh am Tag (17:30 h) passiert, wird es sofort empfindlich kühl und die Mischung aus aufgeheiztem Körper und äußerlicher Frische hinterlassen das Gefühl von: Ich bekomme eine Erkältung. Aber dem ist nicht so - aber als Couch-Potato, zu der ich mich entwickelt habe, ist so viel Bewegung und dazu frische Luft sehr ungewohnt.
Wie überall auf der Welt haben sich auch wieder einige Dinge in Jerusalem verändert: der Platz vor dem Zentralen Busbahnhof ist neu gestaltet - die Haltestellen für die im kommenden Jahr endlich fahrende Straßenbahn sind schon zu erkennen und die Preise sind stark angestiegen: jedenfalls in der arabischen Altstadt. Für zwei kleine Pizzen, für die ich im vergangenen Jahr noch 50 NIS bezahlt hatte, muss man heute schlappe 80 Shekel hinblättern. Das bedeutet eine Preissteigerung von 60 % - dazu noch der äußerst schwache Euro. Da gibt der Geldbeutel Schmerzensschreie von sich!
Für Morgen haben wir uns die Neu-Stadt - also West-Jerusalem vorgenommen. Zu sehen gibt es genug: Knesset, Israel Museum (in dem einige Fragmente der Qumran-Rollen ausgestellt sind) und natürlich Yad Vashem.
Davon, und was wir tatsächlich ins Programm genommen haben, morgen Abend.
Wenn Engel reisen ...
bleibt für einen einzigen Tag das Schneechaos aus; der Flieger hebt von Köln ohne Probleme Richtung Tel Aviv ab und in Israel herrscht rechtes KaiserInnen-Wetter.
Seit vorgestern bin ich - samt Arbeitskollegin, Fotografin für diese spezielle Reise (davon später mehr) und mittlerweile auch Freundin Petra wieder mal in Israel: meiner Seelenheimat. Petra ist zum ersten Mal im Heiligen Land; was mir auch die Möglichkeit bietet, nach meinen unzähligen Reisen hierher Israel nochmals aus anderen; sozusagen (ohne das ich dies despektierlich meine) aus Anfängerinnen - jungfräulichen Augen zu sehen.
Am Donnerstagmorgen gegen 11 Uhr in Tel Aviv gelandet, holte uns Neta am Flughafen ab und augenblicklich waren der Stress der vergangenen Monate vergessen - fast so, als hätte er niemals stattgefunden. Raus aus dem Flughafen und die erste (lechz) Zigarette mit dem Gesicht in der Sonne. Welche Wohltat nach den Wochen in Schnee, Kälte und sibirischen Verhältnissen.
Die politische Situation im Land scheint relativ relaxt zu sein: kaum Sicherheits-Checks, wenig Militär oder andere bewaffnete Zweibeiner unterwegs. Schon in Köln war die Dame am Chick-in Schalter weihnachtlich eingestellt, ließ sie uns doch tatsächlich mit rund 5 Kilo Übergepäck ohne teure Nachzahlung durch. Von meinen 22 Kilo hatte ich auch mindestens 15 Kilo Ritter-Sport Weihnachtsedition-Schokolade dabei. Na ja gut, etwas übertrieben, es waren nur 14 Kilo.
Die erste Nacht verbrachten wir in Kochav Yair; wieder in dem tollen Apartement, in dem ich schon im vergangenen Jahr vier Wochen verbracht hatte. Gestern dann das nötigste eingepackt, kurzes Frühstück und dann nach Kfar Saba - dort den Bus nach Jerusalem genommen. Eigenartig wie diese Stadt mich jedes mal sofort in ihren Bann zieht - und das immer noch: nach 23 Jahren regelmäßigen Besuchen.
Am Nachmittag zunächst ein wenig örtliche Orientierung für Petra: entlang der Via Dolorosa zur Klagemauer - dort wurde gerade der Shabbat eingeläutet. Die Sonne warf durch die Bäume hindurch ihre Schatten auf die steile Mauer; Tauben nisteten während am Fuße Menschen ihre Klagen oder auch frohe Botschaften auf dem direkten Weg zum Himmel schickten. Überall in den Ritzen die kleinen Zettel (Knittelchen oder auch hebr. Kwitlach), die die betenden mit Wünschen und Hoffnungen hinterlassen. So manch Gläubiger bekommt aber auch buchstäblich den Hals nicht voll und schreibt ganze Romane.
Zurück zum Hospiz durch das jüdische Viertel und in meinem arabischen Lieblingscafe an der Via Dolorosa zum Abschluss Pizza und Pfefferminztee. Um 21 Uhr totmüde im Bett und heute morgen gegen 6 Uhr die erste Zigarette bei Sonnenaufgang auf dem Dach - mit Blick auf Felsendom und Ölberg. Alles in warmes Licht getaucht. Glockengeläut verschiedener Kirchen im Gemisch mit den Rufen des Muezzin. Da fragt man sich, wer denn auf der Welt behauptet, die verschiedenen Religionen könnten nicht miteinander leben?
![]() |
| Petra u. ich bei Zigarette, Kaffee und viel Sonne im Garten des Österreichischen Hospiz |
Am Donnerstagmorgen gegen 11 Uhr in Tel Aviv gelandet, holte uns Neta am Flughafen ab und augenblicklich waren der Stress der vergangenen Monate vergessen - fast so, als hätte er niemals stattgefunden. Raus aus dem Flughafen und die erste (lechz) Zigarette mit dem Gesicht in der Sonne. Welche Wohltat nach den Wochen in Schnee, Kälte und sibirischen Verhältnissen.
Die politische Situation im Land scheint relativ relaxt zu sein: kaum Sicherheits-Checks, wenig Militär oder andere bewaffnete Zweibeiner unterwegs. Schon in Köln war die Dame am Chick-in Schalter weihnachtlich eingestellt, ließ sie uns doch tatsächlich mit rund 5 Kilo Übergepäck ohne teure Nachzahlung durch. Von meinen 22 Kilo hatte ich auch mindestens 15 Kilo Ritter-Sport Weihnachtsedition-Schokolade dabei. Na ja gut, etwas übertrieben, es waren nur 14 Kilo.
Die erste Nacht verbrachten wir in Kochav Yair; wieder in dem tollen Apartement, in dem ich schon im vergangenen Jahr vier Wochen verbracht hatte. Gestern dann das nötigste eingepackt, kurzes Frühstück und dann nach Kfar Saba - dort den Bus nach Jerusalem genommen. Eigenartig wie diese Stadt mich jedes mal sofort in ihren Bann zieht - und das immer noch: nach 23 Jahren regelmäßigen Besuchen.
Am Nachmittag zunächst ein wenig örtliche Orientierung für Petra: entlang der Via Dolorosa zur Klagemauer - dort wurde gerade der Shabbat eingeläutet. Die Sonne warf durch die Bäume hindurch ihre Schatten auf die steile Mauer; Tauben nisteten während am Fuße Menschen ihre Klagen oder auch frohe Botschaften auf dem direkten Weg zum Himmel schickten. Überall in den Ritzen die kleinen Zettel (Knittelchen oder auch hebr. Kwitlach), die die betenden mit Wünschen und Hoffnungen hinterlassen. So manch Gläubiger bekommt aber auch buchstäblich den Hals nicht voll und schreibt ganze Romane.
Zurück zum Hospiz durch das jüdische Viertel und in meinem arabischen Lieblingscafe an der Via Dolorosa zum Abschluss Pizza und Pfefferminztee. Um 21 Uhr totmüde im Bett und heute morgen gegen 6 Uhr die erste Zigarette bei Sonnenaufgang auf dem Dach - mit Blick auf Felsendom und Ölberg. Alles in warmes Licht getaucht. Glockengeläut verschiedener Kirchen im Gemisch mit den Rufen des Muezzin. Da fragt man sich, wer denn auf der Welt behauptet, die verschiedenen Religionen könnten nicht miteinander leben?
Samstag, 4. Dezember 2010
Reisetipps für Israelis ...
diesmal: Berlin!
Besonders bei Israelis ist die Deutsche Bundeshauptstadt eine der begehrtesten Reiseziel - vielleicht, weil viele Israelis noch einen Koffer dort haben?
Besonders bei Israelis ist die Deutsche Bundeshauptstadt eine der begehrtesten Reiseziel - vielleicht, weil viele Israelis noch einen Koffer dort haben?
Weiter auf Tour: Hendryk M. Broder
Einfach nur schauen:
Teil 3 / 1
Teil 3 / 2:
Teil 3 / 1
Teil 3 / 2:
Freitag, 26. November 2010
Pumuckel in Israel
Es gibt nichts, was es nicht gibt - sogar Pumuckel gibt es auf hebräisch. Hier heißt er Pumiki (פומיקי) und läuft im israelischen Kinderfernsehen.
Ein Ausschnitt:
Ein Ausschnitt:
Achmed und Salim ...
sind Stan Laurel und Oliver Hardy des Nahen Osten ... auf deutsch: Dick und Doof!
Ob das die Moslems auch so lustig finden - warten wir`s ab:
Ob das die Moslems auch so lustig finden - warten wir`s ab:
Kurzes Video zu langem Stück
Im März hatte ich über das israelisch-deutsch-palästinensiche Theaterstück "3. Generation" berichtet, welches ich mir in Tel Aviv im HaBima Theater angeschaut hatte. Das Stück wurde mittlerweile auch in Berlin (Schaubühne), in Essen, Hamburg, Lodz und Warschau gezeigt. Und nun gibt es sogar eine ganz kurze Sequenz davon auf youtube zu sehen - siehe unten!
Henryk und Hamed
Von Broder kann man einfach nicht genug bekommen! Allein seine polemischen Beiträge, die er regelmäßig für den SPIEGEL schreibt sind jeden Euro wert - doch in Bild und Ton ist er noch unschlagbarer. Danke Broder, Danke Hamed!
Entweder Broder, die Deutschland Safari
Hendryk M. Broder - mein ausgesprochener Lieblingspolemiker, eigentlich von der schreibenden Zunft, hat seit kurzem seine eigene Sendung in der ARD: "Entweder, Broder". Wie immer kommt das Beste so spät am Abend, dass die interessierten Frauen und Männer sich dieses TV-Zuckerstückchen im Internet anschauen müssen.
Herr Broder - der Jude, fährt mit Hamad Abdel-Samad, dem Moslem in einem kunterbunten Playmobil durch Deutschland und spricht in der ersten Folge von der völligen und guten Integration der Juden in Deutschland. Am besten integriert sind die toten Juden. Hat er da recht?
Sehen sie hier:
Nächste Sendetermine: Sonntag den 5. und 12. Dezember 2010, 23:30 Uhr, ARD
Herr Broder - der Jude, fährt mit Hamad Abdel-Samad, dem Moslem in einem kunterbunten Playmobil durch Deutschland und spricht in der ersten Folge von der völligen und guten Integration der Juden in Deutschland. Am besten integriert sind die toten Juden. Hat er da recht?
Sehen sie hier:
Nächste Sendetermine: Sonntag den 5. und 12. Dezember 2010, 23:30 Uhr, ARD
Unglaublich aber wahr
Im ägyptischen Fernsehen werden muslimische Männer aufgefordert, israelische Frauen zu vergewaltigen.
Rechtlich untermauert wird dies in einem Nachrichteninterview von einer Rechtsanwältin. Seht selbst!
Rechtlich untermauert wird dies in einem Nachrichteninterview von einer Rechtsanwältin. Seht selbst!
Emmy für Ramzor
Am vergangenen Montag wurde wieder einmal der Emmy - der amerikanische TV-Preis verliehen. Auch wenn sich Iris Berben und Sebastian Koch hoffnungsvoll auf den Weg nach New York gemacht hatten; Berben in der Erwartung für ihre Rolle in der TV-Familiensaga "Die Krupps" und Koch für den "Seewolf" die begehrte Trophäe überreicht zu bekommen - kam es ganz anders.
Am Ende hieß es in der Kategorie "Best Comedy" and the Winner is: Ramzor, hebr.: רמזור
Ramzor heißt Ampel, ist eine israelische Comedy-Serie, in der die Farben rot, gelb und grün die unterschiedlichen Stationen der 3 Hauptdarsteller und ihren Beziehungen versinnbildlichen.
Die ersten Folgen im Original, leider nur mit spanischen und hebräischen Untertiteln, sind hier zu sehen
und mehr über die Sitcom gibt es hier bei wikipedia - nur in englisch
Am Ende hieß es in der Kategorie "Best Comedy" and the Winner is: Ramzor, hebr.: רמזור
Ramzor heißt Ampel, ist eine israelische Comedy-Serie, in der die Farben rot, gelb und grün die unterschiedlichen Stationen der 3 Hauptdarsteller und ihren Beziehungen versinnbildlichen.
Die ersten Folgen im Original, leider nur mit spanischen und hebräischen Untertiteln, sind hier zu sehen
und mehr über die Sitcom gibt es hier bei wikipedia - nur in englisch
Sonntag, 21. November 2010
Miral - Sehenswert
In meiner neuen Rubrik "Bewegte Bilder" gebe ich (ganz unbescholten) Tipps für Kinogänger und Couchpotatos, die lieber vor der Glotze liegen und dabei aber auch sinnvoll und sinnhaftes sehen wollen.
Hier der Trailer des neuen Filmes von Julian Schnabel - ein palästinensisches Drama. Mehr Infos hinter dem link unter Bewegte Bilder auf der rechten Seite des blogs:
Hier der Trailer des neuen Filmes von Julian Schnabel - ein palästinensisches Drama. Mehr Infos hinter dem link unter Bewegte Bilder auf der rechten Seite des blogs:
Zum Schluss war es immer der Mossad
Endlich, endlich soll Licht ins Dunkle kommen und der Badewannentod von Uwe Barschel, damaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, soll kurz vor der Aufklärung stehen. Na ja, nach nunmehr fast 30 Jahren wird das aber auch mal Zeit.
Aber welche Überraschung, es soll der israelische Geheimdienst Mossad gewesen sein. Klar, wer sonst?
Beweise: der Tathergang im Genfer Hotel soll einigen Morden ähneln, die der ehemalige Mossad Agent Victor Ostrowski in einen Buch geschildert hatte, nachdem er als Agent ausgestiegen ist und in Kanada bzw. Amerika untergetaucht ist.
Mordmotiv: Fragezeichen!
SPIEGEL-online ist sich nicht zu schade diese Behauptung in die Welt zu setzen, ohne acuh nur ein Motiv nennen zu können. Der Artikel kann hier nachgelesen werden.
Wer die gesamte Barschel-Geschichte mitverfolgt und nachgelesen hat, kann auf ganz andere Täter aus den eigenen Reihen mit handfesten Motiven kommen.
Aber welche Überraschung, es soll der israelische Geheimdienst Mossad gewesen sein. Klar, wer sonst?
Beweise: der Tathergang im Genfer Hotel soll einigen Morden ähneln, die der ehemalige Mossad Agent Victor Ostrowski in einen Buch geschildert hatte, nachdem er als Agent ausgestiegen ist und in Kanada bzw. Amerika untergetaucht ist.
Mordmotiv: Fragezeichen!
SPIEGEL-online ist sich nicht zu schade diese Behauptung in die Welt zu setzen, ohne acuh nur ein Motiv nennen zu können. Der Artikel kann hier nachgelesen werden.
Wer die gesamte Barschel-Geschichte mitverfolgt und nachgelesen hat, kann auf ganz andere Täter aus den eigenen Reihen mit handfesten Motiven kommen.
Mittwoch, 17. November 2010
Gekämpft bis zum Tod
Eine Frau in Israel, überlebende des Holocaust, hat Jahrzehnte lang um ihre berechtigten Wiedergutmachungszahlungen gekämpft - vergeblich. Die Bundesregierung und alle zuständigen Ämter stellten sich stur, verlangten "Beweise" und saßen den Antrag gekonnt aus. Als endlich der Bewilligungsbescheid (was ein deutsches Wort) im Briefkasten der Geschädigten in Israel ankam, war die Dame gerade am gleichen Tag verstorben.
Den Artikel aus der HaAretz vom 16.11.2010 gibt es leider nur auf hebräisch:
Den Artikel aus der HaAretz vom 16.11.2010 gibt es leider nur auf hebräisch:
| לאחר עשרים שנים של המתנה, ניצולת השואה מתה ביום שבו קיבלה את הקיצבה | ||
| מאת אורלי וילנאי | ||
| במשך 20 שנים ניסתה לורה דרפלר לקבל את אותה קיצבה שקיבלו שני אחיה, שעברו עמה את השואה, אך נענתה בשלילה פעם אחר פעם | ||
| תגיות: שואה, ניצולי שואה | ||
| זאת הייתה בשורה שלורה דרפלר פיללה שתגיע. ב-20 השנים האחרונות היא שמעה בעיקר את המלה "לא", ועכשיו סוף סוף מוכנים להכיר בה, להודות בעובדת היותה ניצולת שואה ולזכותה בפיצויים, ברנטה הנכספת. אחרי הכל, בגיל 83 לורה זקוקה לכל עזרה שיש. הסרטן שנתגלה בגופה לפני שנתיים אמנם נבלם, אבל היא עדיין עוברת לא מעט טיפולים. בנוסף, בעלה אלפרד, ניצול שואה אף הוא, אינו בקו הבריאות, בלשון המעטה. שניהם עברו את השואה ברומניה, איבדו בני משפחה - לורה אף נפצעה, ונושאת את הצלקות עד היום. שניהם עלו לארץ ביחד, אבל משום מה הוא מקבל רנטה ואילו היא לא. בכל פעם שפנתה, אמרו לה שהיא לא זכאית, הסבירו משהו על קריטריון של שנת העלייה לארץ. לורה לא ממש הבינה, בעיקר נוכח העובדה שאת השואה עברה עם שני אחיה, שעלו ארצה לפניה, ושמקבלים רנטה, ואילו היא לא זכאית. פעם אחר פעם, זאת הייתה התשובה. לא. אתמול בבוקר, אחרי כמה בדיקות שערכתי, התברר שלורה זכאית לקבל פיצויים למרות שכל השנים השיבו פניה ריקם. מתברר שנעשה שינוי בקריטריונים, אבל אף אחד לא טרח ליידע אותה. קרן סעיף 2 קוראים לזה. הכסף מועבר לניצולים באמצעות ועידת התביעות, לורה רק צריכה למלא כמה טפסים והכסף, 290 אירו בחודש, יועבר לחשבון הבנק. פשוט מגיע לה, זוהי זכותה כניצולת שואה, יחד עם זכויות נוספות, כמו למשל קבלת התרופות אותן היא צורכת, חינם, בהתאם לפרויקט החשוב שהשיק בשנה החולפת משרד הרווחה. בצהרים התקשרתי לבתה של לורה, מרלנה, כדי לבשר לה את הבשורה. לא הייתה מאושרת ממנה. היא לא הפסיקה להודות בשם אמה שמתקשה לדבר בימים האחרונים משום שחשה ברע. השעה הייתה 12 בצהריים כשסיימנו את שיחת הטלפון. בשעה 13:55 לורה מתה, הלכה לעולמה. עוד לא ברור ממה, אולי סיבוך דלקתי, אולי חיידק. השבוע הגיעה למיון, אבל הרופאים שלחו אותה הביתה. זה כבר לא משנה ממה מתה. כי אנחנו שנותרנו חיים מתקשים להתמודד עם התסכול עם הכאב, עם הצער. ![]() דרפלר ושני אחיה בתקופת השואה. תצלום רפרודוקציה: גיל אליהו לא הכרתי את לורה באופן אישי, הבת שלה רק פנתה אליי כדי שאנסה לסייע. אני כן מכירה היטב את תחושת ההחמצה. המערכת פיספסה את לורה. כן, גם אותה. אנחנו לא יכולים לקבוע שאם לורה הייתה מקבלת את הרנטה בזמן היא הייתה חיה יותר, אבל היא הייתה חיה טוב יותר באופן ברור. היא לא הייתה צריכה לבחור בין קניית התרופות לחשבון החשמל, או לבגד. וכל אחד מהאנשים שפיספסו אותה בדרך אשם בעינינו בשנים העצובות שהאשה הזאת נאלצה לחיות בסוף ימיה. אף אחד לא עשה את זה בכוונה, אבל ככה זה עובד פה. כי כמעט לאף אחד לא באמת אכפת. במשך שנים ידעה הביורוקרטיה הישראלית בעיקר למנוע מניצולי השואה את הזכויות שלהם. בשנים האחרונות, בעקבות המחאה הציבורית, השתנו הכללים לטובת הניצולים. אבל ביותר מדי פעמים אנחנו מבינים שפשוט לא טרחו לעדכן אותם. ורק הסטטיסטיקה ממשיכה להכות ולהכאיב. 35 ניצולי שואה עדיין מתים בכל יום. הולך ופוחת הדור, והוא אפילו לא יודע שמגיע לו כל כך הרבה, שיש מי שעדיין מכבד אותו. אנחנו כבר לא יודעים איך לצעוק חזק יותר. די! תפסיקו כבר את האפליה בין הניצולים, תפסיקו להעביר אותם שבעת מדורי גיהינום עד שהם מקבלים, אם בכלל, את הפיצויים הזעומים האלה. תנו לכל מי שהיה על אדמת אירופה בתקופה ההיא - ולא חשוב אם עבר את השואה במחנה, או כעובד כפייה או סתם היה ילד שנמלט על נפשו ביערות. וזה גם לא מאוד קריטי מתי עלה לישראל. לא על פי זה יקבע אם יחיה או ימות. תנו כי ממש עוד מעט לא יהיה למי לתת. בעוד חודש היו אמורים לורה ואלפרד לחגוג 63 שנות נישואין ואהבה ביחד. עכשיו הוא יושב לבד בדירה הקטנה בנצרת עילית ולא יודע איך להמשיך הלאה. יהי זכרה ברוך. | ||
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Sonntag, 14. November 2010
So viel Toleranz kann frau gar nicht haben ...
Seit einigen Wochen habe ich einen palästinensischen Journalisten als Untermieter. Majed ist 23 Jahre jung, kommt direkt aus Gaza-City und absolviert bei der Deutschen Welle in Bonn ein Praktikum.
Eigentlich ist Majed sehr nett, aber was heißt schon eigentlich.
Alles nett sein hilft nichts, wenn Dir Dein Untermieter Deine teure Holzarbeitsplatte in der Küche verbrennt, weil er den heißen Topf, in dem er sich gerade seine Milch erhitzt hat, auf dem Holz abstellt. Er selbst sitzt seelenruhig am Küchentisch, löffelt sein Müsli und wird auch nicht stutzig, als es in der ganzen Wohnung längst nach einem offenen Feuer riecht.
Meinen gellenden Schrei quittiert der gute Junge mit einem Lächeln: "Oh, sorry!"
Danach geht er ins Bad, duscht, als wolle er die gesamte Wohnung unter Wasser stellen, den Duschvorhang lässt er Duschvorhang sein - auch Wischmopp, Schrubber oder irgendein anderes Putzutensil scheint Majed nicht zu kennen. In der Dusche bleiben die Haare des oberen und ähm, ja - auch des unteren Körperbereiches liegen und auch die Benutzung der Toilettenbürste scheint ihm nicht ganz klar zu sein.
Okay, okay - macht nichts, ich erkläre ihm das alles: mehrfach! Ich erkläre ihm, dass der letzte abends in der Küche das Licht ausmacht; dass der Überlauf des Spülbeckens bei laufendem Wasser bitte nicht verstopft werden darf; dass wir in Deutschland Mülltrennung betreiben und das in Deutschland die Mülltüten trotzdem noch nicht selbst zur Mülltonne laufen. Ruhig sage ich ihm (auch mehrfach!), dass in Deutschland auch die Männer ihr Geschirr selbst spülen; dass die Tomatensoße nach dem Kochen von den Fliesen gewischt werden muss. Dann erkläre ich ihm, wo der Staubsauger steht und wie der funktioniert und das es ungünstig ist, wenn er das benutzt Geschirr in seinem Zimmer sammelt: ich brauche hin und wieder auch mal eine Tasse oder einen Teller.
Doch leider (wirklich leider) passiert nichts: im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Lichter in Küche und Flur bleiben weiterhin nächtelang an, die Urinflecken auf und rund um die Toilette finden kein ende; sein Zimmer sieht mittlerweile aus wie eine Müllhalde: vom benutzten Tempotaschentuch bis zu angebissenem Obst ist der Parkettboden kaum noch zu sehen. Was ja fast gut so ist, denn mit Schuhen und Koffern hat Majed dem Boden einige heftige Kratzer versetzt, deren Anblick mir die Luft rauben.
Staunend schaut er mich während meiner Einführungen der, sagen wir es mal vornehm: Haushaltsführung an, um mir dann zu sagen: "This is not the job of mens!" WAS? Na klar, daheim in Gaza gibt es die kopftuchbedeckte Frau Mama und drei Schwestern, eine davon trägt kein Kopftuch ("Womens are free in Gaza!" - AHA!), die anscheinend dem lieben Majed alles hinterher räumen.
Dazu kommt, dass Majed glaubt, auch die deutschen Gesetze ändern zu können:
Sein Mietvertrag begann am 1. Oktober und ist für 3 Monate vereinbart. Vorgestern kam er und sagte, dass er nur noch bis Dezember bleibe. Ich sagte ihm: "Kein Problem, Majed - Du kannst die Wohnung verlassen, wann immer Du willst, aber Du kannst nicht einen Vertrag lösen, wann immer Du willst!" Er würde das Zimmer aber nicht mehr benötigen, er habe sich heute entschlossen nach Italien zu gehen. Okay, okay - lieber Majed, das kannst Du doch gerne machen - aber Vertrag ist Vertrag!
Wirklich entrüstet klärte mich Majed auf, dass er erst am 5. Oktober gekommen sei und deshalb auch am 5. Dezember die Wohnung verlasse. Aber lieber Majed, Du hast das Zimmer ab dem 1. Oktober angemietet - wann Du tatsächlich hier warst, interessiert mich doch nicht. Ende des Mietvertrages ist Ende Dezember: Basta!
Eigentlich ist Majed ein wirklich netter Kerl - setzt sich in verschiedenen israelisch-palästinensischen Friedensbewegungen aktiv ein, hat eine liberale Grundeinstellung; gewann vor nicht einmal 14 Tagen einen internationalen Journalisten Preis, den er aus der Hand von Prinz Albert II in Monaco erhielt und besitzt darüber hinaus ein gewinnendes Lächeln. Ach ja, und nebenbei erzählte er mir, dass sein Vater im Organisationskomitee der PLO saß, als die israelischen Sportler in München 1972 überfallen und getötet wurden. Dafür saß der Vater 8 Jahre in israelischer Haft - setzt sich seitdem aber für die Verständigung beider Völker ein.
Aber all das hilft leider nicht, wenn nach dem Kochen wieder mal Tomaten und Zuccinischeiben vor dem Herd platt getreten werden und der Kaffeesatz, nur weil die Mülltüte voll ist, daneben liegt und in seinem Zimmer die Heizung auf 5 steht, obwohl er den ganzen Tag nicht da ist.
Lieber Majed, eigentlich ist leider zu wenig!
Eigentlich ist Majed sehr nett, aber was heißt schon eigentlich.
Alles nett sein hilft nichts, wenn Dir Dein Untermieter Deine teure Holzarbeitsplatte in der Küche verbrennt, weil er den heißen Topf, in dem er sich gerade seine Milch erhitzt hat, auf dem Holz abstellt. Er selbst sitzt seelenruhig am Küchentisch, löffelt sein Müsli und wird auch nicht stutzig, als es in der ganzen Wohnung längst nach einem offenen Feuer riecht.
Meinen gellenden Schrei quittiert der gute Junge mit einem Lächeln: "Oh, sorry!"
Danach geht er ins Bad, duscht, als wolle er die gesamte Wohnung unter Wasser stellen, den Duschvorhang lässt er Duschvorhang sein - auch Wischmopp, Schrubber oder irgendein anderes Putzutensil scheint Majed nicht zu kennen. In der Dusche bleiben die Haare des oberen und ähm, ja - auch des unteren Körperbereiches liegen und auch die Benutzung der Toilettenbürste scheint ihm nicht ganz klar zu sein.
Okay, okay - macht nichts, ich erkläre ihm das alles: mehrfach! Ich erkläre ihm, dass der letzte abends in der Küche das Licht ausmacht; dass der Überlauf des Spülbeckens bei laufendem Wasser bitte nicht verstopft werden darf; dass wir in Deutschland Mülltrennung betreiben und das in Deutschland die Mülltüten trotzdem noch nicht selbst zur Mülltonne laufen. Ruhig sage ich ihm (auch mehrfach!), dass in Deutschland auch die Männer ihr Geschirr selbst spülen; dass die Tomatensoße nach dem Kochen von den Fliesen gewischt werden muss. Dann erkläre ich ihm, wo der Staubsauger steht und wie der funktioniert und das es ungünstig ist, wenn er das benutzt Geschirr in seinem Zimmer sammelt: ich brauche hin und wieder auch mal eine Tasse oder einen Teller.
Doch leider (wirklich leider) passiert nichts: im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Lichter in Küche und Flur bleiben weiterhin nächtelang an, die Urinflecken auf und rund um die Toilette finden kein ende; sein Zimmer sieht mittlerweile aus wie eine Müllhalde: vom benutzten Tempotaschentuch bis zu angebissenem Obst ist der Parkettboden kaum noch zu sehen. Was ja fast gut so ist, denn mit Schuhen und Koffern hat Majed dem Boden einige heftige Kratzer versetzt, deren Anblick mir die Luft rauben.
Staunend schaut er mich während meiner Einführungen der, sagen wir es mal vornehm: Haushaltsführung an, um mir dann zu sagen: "This is not the job of mens!" WAS? Na klar, daheim in Gaza gibt es die kopftuchbedeckte Frau Mama und drei Schwestern, eine davon trägt kein Kopftuch ("Womens are free in Gaza!" - AHA!), die anscheinend dem lieben Majed alles hinterher räumen.
Dazu kommt, dass Majed glaubt, auch die deutschen Gesetze ändern zu können:
Sein Mietvertrag begann am 1. Oktober und ist für 3 Monate vereinbart. Vorgestern kam er und sagte, dass er nur noch bis Dezember bleibe. Ich sagte ihm: "Kein Problem, Majed - Du kannst die Wohnung verlassen, wann immer Du willst, aber Du kannst nicht einen Vertrag lösen, wann immer Du willst!" Er würde das Zimmer aber nicht mehr benötigen, er habe sich heute entschlossen nach Italien zu gehen. Okay, okay - lieber Majed, das kannst Du doch gerne machen - aber Vertrag ist Vertrag!
Wirklich entrüstet klärte mich Majed auf, dass er erst am 5. Oktober gekommen sei und deshalb auch am 5. Dezember die Wohnung verlasse. Aber lieber Majed, Du hast das Zimmer ab dem 1. Oktober angemietet - wann Du tatsächlich hier warst, interessiert mich doch nicht. Ende des Mietvertrages ist Ende Dezember: Basta!
Eigentlich ist Majed ein wirklich netter Kerl - setzt sich in verschiedenen israelisch-palästinensischen Friedensbewegungen aktiv ein, hat eine liberale Grundeinstellung; gewann vor nicht einmal 14 Tagen einen internationalen Journalisten Preis, den er aus der Hand von Prinz Albert II in Monaco erhielt und besitzt darüber hinaus ein gewinnendes Lächeln. Ach ja, und nebenbei erzählte er mir, dass sein Vater im Organisationskomitee der PLO saß, als die israelischen Sportler in München 1972 überfallen und getötet wurden. Dafür saß der Vater 8 Jahre in israelischer Haft - setzt sich seitdem aber für die Verständigung beider Völker ein.
Aber all das hilft leider nicht, wenn nach dem Kochen wieder mal Tomaten und Zuccinischeiben vor dem Herd platt getreten werden und der Kaffeesatz, nur weil die Mülltüte voll ist, daneben liegt und in seinem Zimmer die Heizung auf 5 steht, obwohl er den ganzen Tag nicht da ist.
Lieber Majed, eigentlich ist leider zu wenig!
Mittwoch, 10. November 2010
Wie teuer ist das denn!
Wohnen in Israel muss man sich leisten können und beim Anblick so mancher Mietpreise, schüttelt ein Mitteleuropäer zunächst ungläubig seinen Kopf.
Teuerste Stadt ist und bleibt Tel Aviv, knapp gefolgt von Jerusalem. Einfache und sehr kleine 2-Zimmer-Wohnungen in beiden Städten kommen leicht auf knapp 700 $ und mehr. Kalt, versteht sich.
Die Ausstattung erreicht oft nicht unser Niveau: die Zimmer sind zu klein, Fenster undicht, Bad und Küche zuweilen verkeimt. Zur Miete kommen dann noch Strom, Gas und Grundsteuer hinzu. Super teuer sind die Wasserpreise - besonders nach einem Regenarmen Winter. Auch die Versicherungen, die in Deutschland der Haus- oder Wohnungsbesitzer zu bezahlen hat, werden dem Mieter angelastet. Dann folgt das Kabelfernsehen, Telefon und Internet. Ach ja, und zu guter letzt möchte auch die Stadtverwaltung noch einige Shekel (NIS) erhalten. Alles in allem zahlen Israelis gut ein Drittel mehr für die Miete als wir Deutschen.
Kein Wunder also, dass die meisten Israelis vom eigenen Häuschen träumen und dies auch in die Tat umsetzen - ein wahres Wunder angesichts der Immobilienpreise und dem durchschnittlichen Verdienst eines Israelis.
Aktuell möchte meine geliebte Mischpoke ein Haus kaufen: die Familie besteht aus 6 Kindern, Mama (Neta) und Papa (Yoram) und Netas 86jährigen Vater (Jehuda). Ach ja, und mir - ich soll auch ein Zimmer (für alle Fälle) erhalten.
Schon Ende vergangenen Jahres hatten wir ein Haus nach dem anderen begutachtet: große, neue, kleinere, renovierte oder vergammelte - dafür mit riesigem Garten und Swimming-Pool. Es gab kein Haus, welches wir in Kochav Yair (25 km nord-östlich von Tel Aviv) nicht angeschaut hatten. Doch immer gab es einen Grund, weshalb es nicht klappte: mal war die Küche zu klein, immerhin müssen mindestens 10 Personen am Tisch platz haben; mal gab es nur ein Badezimmer oder keine Gästetoilette, meist war es aber der Preis: kein Haus war unter 2 Millionen Dollar zu erwerben. Puh, soviel Geld!
Das Unternehmen musste also verschoben werden - nun aber soll es losgehen. Geplant ist, das Haus zu kaufen, in dem die Familie seit 3 Jahren lebt: ein großes Haus, dass viel zu klein ist für die 9köpfige Familie. Es muss also um- und angebaut werden und gute Ideen sind erwünscht. Ach ja, und Geld natürlich: eine dreiviertel Millionen Dollar.
Ich spiele wie verrückt Lotto und überlege mir schon, wie ich das viele Geld unbemerkt nach Israel bringen kann ;-) Ob ich auch mit der Sammelbüchse durch Köln laufe, weiß ich noch nicht. Aber ein Spendenkonto wäre doch nicht schlecht. Wer ein paar Euro zu viel hat, darf mir gerne hier schreiben.
Ansonsten gibt es hier noch einen Artikel zum Thema Immobilienpreise
Teuerste Stadt ist und bleibt Tel Aviv, knapp gefolgt von Jerusalem. Einfache und sehr kleine 2-Zimmer-Wohnungen in beiden Städten kommen leicht auf knapp 700 $ und mehr. Kalt, versteht sich.
Die Ausstattung erreicht oft nicht unser Niveau: die Zimmer sind zu klein, Fenster undicht, Bad und Küche zuweilen verkeimt. Zur Miete kommen dann noch Strom, Gas und Grundsteuer hinzu. Super teuer sind die Wasserpreise - besonders nach einem Regenarmen Winter. Auch die Versicherungen, die in Deutschland der Haus- oder Wohnungsbesitzer zu bezahlen hat, werden dem Mieter angelastet. Dann folgt das Kabelfernsehen, Telefon und Internet. Ach ja, und zu guter letzt möchte auch die Stadtverwaltung noch einige Shekel (NIS) erhalten. Alles in allem zahlen Israelis gut ein Drittel mehr für die Miete als wir Deutschen.
Kein Wunder also, dass die meisten Israelis vom eigenen Häuschen träumen und dies auch in die Tat umsetzen - ein wahres Wunder angesichts der Immobilienpreise und dem durchschnittlichen Verdienst eines Israelis.
Aktuell möchte meine geliebte Mischpoke ein Haus kaufen: die Familie besteht aus 6 Kindern, Mama (Neta) und Papa (Yoram) und Netas 86jährigen Vater (Jehuda). Ach ja, und mir - ich soll auch ein Zimmer (für alle Fälle) erhalten.
Schon Ende vergangenen Jahres hatten wir ein Haus nach dem anderen begutachtet: große, neue, kleinere, renovierte oder vergammelte - dafür mit riesigem Garten und Swimming-Pool. Es gab kein Haus, welches wir in Kochav Yair (25 km nord-östlich von Tel Aviv) nicht angeschaut hatten. Doch immer gab es einen Grund, weshalb es nicht klappte: mal war die Küche zu klein, immerhin müssen mindestens 10 Personen am Tisch platz haben; mal gab es nur ein Badezimmer oder keine Gästetoilette, meist war es aber der Preis: kein Haus war unter 2 Millionen Dollar zu erwerben. Puh, soviel Geld!
Das Unternehmen musste also verschoben werden - nun aber soll es losgehen. Geplant ist, das Haus zu kaufen, in dem die Familie seit 3 Jahren lebt: ein großes Haus, dass viel zu klein ist für die 9köpfige Familie. Es muss also um- und angebaut werden und gute Ideen sind erwünscht. Ach ja, und Geld natürlich: eine dreiviertel Millionen Dollar.
Ich spiele wie verrückt Lotto und überlege mir schon, wie ich das viele Geld unbemerkt nach Israel bringen kann ;-) Ob ich auch mit der Sammelbüchse durch Köln laufe, weiß ich noch nicht. Aber ein Spendenkonto wäre doch nicht schlecht. Wer ein paar Euro zu viel hat, darf mir gerne hier schreiben.
Ansonsten gibt es hier noch einen Artikel zum Thema Immobilienpreise
Montag, 8. November 2010
Nicht reden ...
sondern einfach nur gehorchen!
Fragwürdiger Umgangston des Finanzministers
Fragwürdiger Umgangston des Finanzministers
Mittwoch, 29. September 2010
Samstag, 11. September 2010
Dürfen Juden keine Gene haben?
Wenn es nicht so fürchterlich nach Doppelmoral, Gutemenschentum und Verblendung stinken würde, wäre die ganze Sache um Thilo Sarrazin zum totlachen. Aber ach, da steckt ja das Wort tot drin, und das in Verbindung mit Juden zu bringen, huch - lassen wir das lieber. Da bricht doch den Deutschen der Angstschweiß auf der Stirn aus - denn immer noch zittert bei vielen meiner Deutschgenossen die Zunge, wenn sie nur das Wort Jude aussprechen sollen.
Und dann erdreistet sich da einer und schreibt in seinem Buch, dass alle Juden ein Gen haben - so was aber auch. Ich sage es gleich: ich habe das Buch nicht gelesen, kenne Zitate nur aus der Presse und den Medien - so kann ich nun auch nicht mit Fug und Recht behaupten, ob der Sarrazin geschrieben hat, dass alle Juden ein Gen (was ja das Mindeste wäre) oder alle Juden das gleiche Gen haben?
Wow, da hat er aber auch des Deutschen heißestes Eisen angepackt: die Juden. Staub, äh, das deutsche Holocaust-Trauma hat er da aufgewühlt. Wie kann er nur, das soll doch bitte schön ganz ruhig und still in der historischen Trauma-Kuhle liegen bleiben. Viel lieber weihen wir mediengerecht und für alle Welt sichtbar neue Synagogen ein, wie zuletzt in Mainz. Da kommt der Bundespräsident und der Kurt aus der Pfalz und alle lächeln und tragen die Kippa und können zeigen, wie sehr sie die Juden mögen.
Das gleichzeitig jüdische Wissenschaftler hocherfreut sind, wenn sie das Juden-Gen entdecken und somit der Welt beweisen können, dass sie alle von König David abstammen (wie Jesus z.b. auch) - geht in dieser inszenierten Medienschlammschlacht unter. Ganz bewusst, denn das Juden-Gen ist ein rein deutsches Problem. In Israel fragen dagegen die Medien: "Was ist denn mit den Deutschen los?" Das Frage ich mich übrigens auch?
Oder soll das mediale Eindreschen auf den Thilo etwa nur ablenken? Ablenken vom eigentlichen Thema seines Buches: der fehlenden Integration (nicht aller, aber der meinsten) moslemischen Einwanderer? Zur Meinungsbildung empfehle ich hier das Buch: "Die Geduld ist vorbei" der ehemaligen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Ehemaligen, weil sie sich im Frühjahr des Jahres das Leben genommen hat: aus Verzweiflung angesichts eines deutschen Rechtssystems, welches außer einem gewaltigen Verwaltungsaufwand keine wirklichen Werkzeuge bietet, um jugendliche Straftäter zeitnah zur Verantwortung zu ziehen und danach keine langfristig haltbare Sozialisierung bietet.
Ob Sarrazin recht hat oder nicht - ist meines Erachtens überhaupt nicht relevant.
Relevant und ungeheuer wichtig ist die offene Diskussion darüber, ob und wie sich Einwanderer in die deutsche Gesellschaft integerieren und unsere Werte repektieren. Und ich kann nicht verstehen, weshalb es in Deutschland scheinbar verboten ist, das Kind beim Namen zu nennen: denn Einwanderer aus westlichen Ländern integrieren sich leichter, geräuschloser und konstruktiver als Menschen aus Ländern mit einem völlig anderen Kultur- und auch Religionshintergrund. Auf Deutsch: mehrheitlich integrieren sich Moslems weniger als andere!
Das Beispiel Sarrazin zeigt eines ganz deutlich: Wer in Deutschland den Mund aufmacht und unliebsame Dinge anspricht, wird Mundtot gemacht und ganz schnell in die rechte Ecke gedrängt. Einer Demokratie unwürdig!
Hier empfehle ich den Artikel "Thilo und die Gene" von Henryk M. Broder in der Printausgabe des SPIEGEL vom 6.9.2010 / Nr. 36 zu lesen. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Da fragt er "Haben eigentlich alle das gleiche Zeug gekifft?" Herrrlich.
Und dann erdreistet sich da einer und schreibt in seinem Buch, dass alle Juden ein Gen haben - so was aber auch. Ich sage es gleich: ich habe das Buch nicht gelesen, kenne Zitate nur aus der Presse und den Medien - so kann ich nun auch nicht mit Fug und Recht behaupten, ob der Sarrazin geschrieben hat, dass alle Juden ein Gen (was ja das Mindeste wäre) oder alle Juden das gleiche Gen haben?
Wow, da hat er aber auch des Deutschen heißestes Eisen angepackt: die Juden. Staub, äh, das deutsche Holocaust-Trauma hat er da aufgewühlt. Wie kann er nur, das soll doch bitte schön ganz ruhig und still in der historischen Trauma-Kuhle liegen bleiben. Viel lieber weihen wir mediengerecht und für alle Welt sichtbar neue Synagogen ein, wie zuletzt in Mainz. Da kommt der Bundespräsident und der Kurt aus der Pfalz und alle lächeln und tragen die Kippa und können zeigen, wie sehr sie die Juden mögen.
Das gleichzeitig jüdische Wissenschaftler hocherfreut sind, wenn sie das Juden-Gen entdecken und somit der Welt beweisen können, dass sie alle von König David abstammen (wie Jesus z.b. auch) - geht in dieser inszenierten Medienschlammschlacht unter. Ganz bewusst, denn das Juden-Gen ist ein rein deutsches Problem. In Israel fragen dagegen die Medien: "Was ist denn mit den Deutschen los?" Das Frage ich mich übrigens auch?
Oder soll das mediale Eindreschen auf den Thilo etwa nur ablenken? Ablenken vom eigentlichen Thema seines Buches: der fehlenden Integration (nicht aller, aber der meinsten) moslemischen Einwanderer? Zur Meinungsbildung empfehle ich hier das Buch: "Die Geduld ist vorbei" der ehemaligen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Ehemaligen, weil sie sich im Frühjahr des Jahres das Leben genommen hat: aus Verzweiflung angesichts eines deutschen Rechtssystems, welches außer einem gewaltigen Verwaltungsaufwand keine wirklichen Werkzeuge bietet, um jugendliche Straftäter zeitnah zur Verantwortung zu ziehen und danach keine langfristig haltbare Sozialisierung bietet.
Ob Sarrazin recht hat oder nicht - ist meines Erachtens überhaupt nicht relevant.
Relevant und ungeheuer wichtig ist die offene Diskussion darüber, ob und wie sich Einwanderer in die deutsche Gesellschaft integerieren und unsere Werte repektieren. Und ich kann nicht verstehen, weshalb es in Deutschland scheinbar verboten ist, das Kind beim Namen zu nennen: denn Einwanderer aus westlichen Ländern integrieren sich leichter, geräuschloser und konstruktiver als Menschen aus Ländern mit einem völlig anderen Kultur- und auch Religionshintergrund. Auf Deutsch: mehrheitlich integrieren sich Moslems weniger als andere!
Das Beispiel Sarrazin zeigt eines ganz deutlich: Wer in Deutschland den Mund aufmacht und unliebsame Dinge anspricht, wird Mundtot gemacht und ganz schnell in die rechte Ecke gedrängt. Einer Demokratie unwürdig!
Hier empfehle ich den Artikel "Thilo und die Gene" von Henryk M. Broder in der Printausgabe des SPIEGEL vom 6.9.2010 / Nr. 36 zu lesen. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Da fragt er "Haben eigentlich alle das gleiche Zeug gekifft?" Herrrlich.
Freitag, 10. September 2010
Seht her, ich bin nach Hause gekommen
... ist die freie Übersetung des Liedes הינה באתי הביתה (Hine Ba`ati HaBeitah) der israelischen Sängerin Dana Berger mit dem Sänger Itti Perl. Das Lied hat einen traurigen Anlass - die Rückkehr toter israelischer Soldaten - und dennoch verströmt das Lied Hoffnung und gute Laune.
Ich mag die Sängerin wie auch gerade dieses Lied sehr.
Ich mag die Sängerin wie auch gerade dieses Lied sehr.
Mittwoch, 8. September 2010
Passkontrolle in Israel ...
ist so eine Sache! Tausend und mehr Fragen nach dem Wohin und Woher und Warum man eigentlich gerade nach Israel kommen möchte.
Die Beamten schauen einen an, als sei man der Sohn oder die Tochter von Osama bin Laden höchstpersönlich - jeder Tourist ist in Isarel erstmal ein potentieller Attentäter. Und tatsächlich, nach weniger als 10 Minuten Befragung fühlt man sich auch so - oder wenigstens wie ein Verbrecher, Betrüger oder Eindringling.
Siehe hier:
Die Beamten schauen einen an, als sei man der Sohn oder die Tochter von Osama bin Laden höchstpersönlich - jeder Tourist ist in Isarel erstmal ein potentieller Attentäter. Und tatsächlich, nach weniger als 10 Minuten Befragung fühlt man sich auch so - oder wenigstens wie ein Verbrecher, Betrüger oder Eindringling.
Siehe hier:
שנה טובה ומתוקה
Heute abend beginnt das jüdische Neujahrsfest: Rosh HaShana (Kopf des Jahres) und aus diesem Anlass wünsche ich allen: "Shana tovah weMetuka" (gutes und süßes Jahr).
Aus gutem Anlass wird das Widderhorn (Shofar) geblasen und zu was sich das alles eignet, zeigt der kurze Video-Clip.
Aus gutem Anlass wird das Widderhorn (Shofar) geblasen und zu was sich das alles eignet, zeigt der kurze Video-Clip.
Sonntag, 5. September 2010
In eigener Sache
Fremdgehen kann ganz unterhaltsam sein ...
besonders wenn es sich bei der Geliebten um eine homepage handelt.
Anlässlich der Veröffentlichung meienr Erzählung "Lichtblau" Ende August, gibt es nun auch meine persönliche Homepage.
Wer mal schauen möchte, kann dies hier tun. Viel Spaß dabei ... ach ja, und nicht vergessen: Buch bestellen.
Danke
besonders wenn es sich bei der Geliebten um eine homepage handelt.
Anlässlich der Veröffentlichung meienr Erzählung "Lichtblau" Ende August, gibt es nun auch meine persönliche Homepage.
Wer mal schauen möchte, kann dies hier tun. Viel Spaß dabei ... ach ja, und nicht vergessen: Buch bestellen.
Danke
Samstag, 14. August 2010
Er hat überlebt ...
und das feiert Adam Kohn mit seinen Enkelkindern genau dort, wo sein Leben eigentlich (wenn es nach den Nazis gegangen wäre) fast sein Ende gefunden hätte. Das Video "I will survive" ist eines der meistgesehenen auf youtube und wohl auch das Video, an dem sich die Geister scheiden. Für die Einen ist es Respektlos, für die Anderen eine späte Genugtuung. Ich selbst finde es Großartig, doch da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Im letzten SPIEGEL Nummer 32 vom 9.8.2010 ist ein zweiseitiger Bericht, ebenso in der Frankfurter Rundschau, doch, seht selbst:
Im letzten SPIEGEL Nummer 32 vom 9.8.2010 ist ein zweiseitiger Bericht, ebenso in der Frankfurter Rundschau, doch, seht selbst:
Mittwoch, 4. August 2010
Dani und "sein Führer"
Humor ist ja immer eine Frage des Einzelnen: manche lachen sich schlapp, wo andere sich fragen, wann denn nun endlich der Witz kommt. Und das der jüdische Humor seine ganz eigenen Pointen besitzt - kann wahr sein oder einfach auch nur ein Mythos.
Dani Levy gilt, zu meinem Unverständnis, als der deutschsprachige jüdische Regisseur mit eben jenem speziellen Humor. Hm - bei "Alles auf Zucker" habe ich diese Behauptung ja noch etwas nachvollziehen können (auch wenn gerade dieser Film wirklich noch mehr hätte hergeben können); in seinen Film "Mein Führer - die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" aber, war mehr Plattes und Dummes auf Zelluloid gebannt, als das es mir die Mundwinkel auch nur etwas nach oben gezogen hätte.
Ab dem 28.8.2010 gibt es in den Kinos den neuen Levy-Film zu sehen: "Das Leben ist zu lang" und die Kritiken überschlagen sich nicht gerade vor Begeisterung. Ich meine, abgesehen davon, dass das Leben tatsächlich zu lange ist, spielen (leider) in diesem Film die alten Matschscheibenleichen Veronika Ferres u. Heino Ferch mit. Da sind mir meine Teuros doch zu schade.
Dennoch - hier ein Trailer:
und gleich im Anschluss noch ein Interview mit dem Künstler: hier
Dani Levy gilt, zu meinem Unverständnis, als der deutschsprachige jüdische Regisseur mit eben jenem speziellen Humor. Hm - bei "Alles auf Zucker" habe ich diese Behauptung ja noch etwas nachvollziehen können (auch wenn gerade dieser Film wirklich noch mehr hätte hergeben können); in seinen Film "Mein Führer - die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" aber, war mehr Plattes und Dummes auf Zelluloid gebannt, als das es mir die Mundwinkel auch nur etwas nach oben gezogen hätte.
Ab dem 28.8.2010 gibt es in den Kinos den neuen Levy-Film zu sehen: "Das Leben ist zu lang" und die Kritiken überschlagen sich nicht gerade vor Begeisterung. Ich meine, abgesehen davon, dass das Leben tatsächlich zu lange ist, spielen (leider) in diesem Film die alten Matschscheibenleichen Veronika Ferres u. Heino Ferch mit. Da sind mir meine Teuros doch zu schade.
Dennoch - hier ein Trailer:
und gleich im Anschluss noch ein Interview mit dem Künstler: hier
Montag, 2. August 2010
Nagel auf den Kopf ...
... äh, im Allerwertesten!
Obama drängt auf die Wiederaufnahme von sog. Friedensgesprächen, doch Abbas will nicht Platz nehmen. Kein Wunder, wenn man die Karikatur aus der heutigen HaAretz-Ausgabe betrachtet.
Links ist Netanjahu schon an den Stuhl gefesselt und Abbas schaut noch skeptisch nach Obamas Aufforderung "Setz` Dich!". Was liegt denn da auch auf dem Stuhl??
mit freundlicher Genehmigung aus HaAretz
Obama drängt auf die Wiederaufnahme von sog. Friedensgesprächen, doch Abbas will nicht Platz nehmen. Kein Wunder, wenn man die Karikatur aus der heutigen HaAretz-Ausgabe betrachtet.
Links ist Netanjahu schon an den Stuhl gefesselt und Abbas schaut noch skeptisch nach Obamas Aufforderung "Setz` Dich!". Was liegt denn da auch auf dem Stuhl??
mit freundlicher Genehmigung aus HaAretz
Sonntag, 18. Juli 2010
Teletubbies
feat Dana International!
Samstag, 17. Juli 2010
Schlafstunde ....
ist eines der wichtigsten Worte in Israel - und nicht nur während der Kindererziehung!
Mal wieder hat der israelische Lebensmittelhersteller Osem (hebr. = אסם) einen Werbeclip erstellt, in dem (fast) mehr deutsche Worte verwendet werden, als hebräische.
Schaut hier:
es geht übrigens um ein Fast-food-Produkt: Püree mit Würstchen.
Mal wieder hat der israelische Lebensmittelhersteller Osem (hebr. = אסם) einen Werbeclip erstellt, in dem (fast) mehr deutsche Worte verwendet werden, als hebräische.
Schaut hier:
es geht übrigens um ein Fast-food-Produkt: Püree mit Würstchen.
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Freitag, 16. Juli 2010
Niveacreme - eine deutsche Erfolgsgeschichte
Wer erfand sie denn eigentlich; die Niveacreme?
Fast in Vergessenheit geraten ist der Erfinder der Creme, mit der uns schon die Oma eingecremt hat.
Die jüdische Allgemeine Zeitung klärt auf: hier lesen
Fast in Vergessenheit geraten ist der Erfinder der Creme, mit der uns schon die Oma eingecremt hat.
Die jüdische Allgemeine Zeitung klärt auf: hier lesen
Donnerstag, 15. Juli 2010
Iranis und Isarelis lagen sich ...
... in den Armen!
Zum diesjährigen Kölner CSD hatte die Kölner Stadtverwaltung eine Delegation aus Isarel eingeladen und die iranische Gemeinde in Köln hat die Chance beim Zopfe gepackt und sich angeschlossen. So zeigten sich die israelischen und die iranischen Schwulen und Lesben während der Parade am Sonntag, 5. Juli 2010 einträchtig dem Publikum.
Zum diesjährigen Kölner CSD hatte die Kölner Stadtverwaltung eine Delegation aus Isarel eingeladen und die iranische Gemeinde in Köln hat die Chance beim Zopfe gepackt und sich angeschlossen. So zeigten sich die israelischen und die iranischen Schwulen und Lesben während der Parade am Sonntag, 5. Juli 2010 einträchtig dem Publikum.
Montag, 12. Juli 2010
Arabische Gehirn-Wäsche im Kinderprogramm
Unglaublich:
Eine mutige junge Frau ...
... übt den gewaltlosen Widerstand!
Schaut hier:
Schaut hier:
Donnerstag, 8. Juli 2010
Tanzen statt schießen!
An dieses Motto scheint sich eine kleine Einheit israelischer Soldaten zu halten, die Hebron (Ausgesprochen "Chevron") ihren Dienst tun.
Hierbei handelt es sich keineswegs um einen fake; gegen die Soldaten wurde inzwischen ein Verfahren eingeleitet.
Hierbei handelt es sich keineswegs um einen fake; gegen die Soldaten wurde inzwischen ein Verfahren eingeleitet.
Sonntag, 20. Juni 2010
Die drei Tenöre ...
... haben ihre Bestezung geändert und nennen sich ab sofort
"The three Terror"
Hier einer ihrer ersten Auftritte:
"The three Terror"
Hier einer ihrer ersten Auftritte:
Donnerstag, 3. Juni 2010
Gedanken-Müll bleibt Volksverhetzung ...
und sollte Veröffentlicht und natürlich angezeigt werden.
Mit großer Mühe und Akribie hat sich der Kölner Theaterregisseur und Schauspieler Gerd Buurmann auf die Suche nach (gefährlichem) Gedankenmüll bei facebook gemacht, und heraus kam eine große Anzahl dem Strafttatbestand der Volksverhetzung gerecht werdende Sammlung.
ACHTUNG: vor dem Lesen einen Eimer an den Rechner stellen - ganz nach dem Motto:
Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!
Hier die Sammlung.
Wer Mitglied bei facebook ist, kann gerne die jeweiligen Seiten dieser Gedanken-Müll-Menschen besuchen und deren Löschung beantragen!
Mit großer Mühe und Akribie hat sich der Kölner Theaterregisseur und Schauspieler Gerd Buurmann auf die Suche nach (gefährlichem) Gedankenmüll bei facebook gemacht, und heraus kam eine große Anzahl dem Strafttatbestand der Volksverhetzung gerecht werdende Sammlung.
ACHTUNG: vor dem Lesen einen Eimer an den Rechner stellen - ganz nach dem Motto:
Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!
Hier die Sammlung.
Wer Mitglied bei facebook ist, kann gerne die jeweiligen Seiten dieser Gedanken-Müll-Menschen besuchen und deren Löschung beantragen!
Wer immer noch nicht glauben will ...
worum es eigentlich geht, der sollte sich den Film "The third Jihad" (Der 3. Heilige Krieg) anschauen:
Hier der erste Teil.
weitere Teile:
der Zweite, der Dritte und der Vierte
Hier der erste Teil.
weitere Teile:
der Zweite, der Dritte und der Vierte
Über die moralische Verantwortung ...
... schreibt der Autor Thomas M. Eppinger in einem lesenwerten Artikel, publiziert auf der website Die Achse des Guten.
Hier zum Nachlesen!
Hier zum Nachlesen!
Friedliche Aktivisten ...
... haben nicht mal Steinschleudern an Bord. Denn, was sollten sie auch mit diesen anstellen - etwa verwenden?
Wissen die Israelis schon mehr?
Mittwoch, 2. Juni 2010
Mehr gibt es nicht zu sagen
"Wenn die militanten Palästinenser ihre Waffen niederlegen, gibt es Frieden.
Wenn Israel die Waffen niederlegt, gibt es kein Israel mehr!"
Hendryk M. Broder
Was ist ein Massaker?
Nach wikipedia ist ein Massaker der umgangssprachliche Ausdruck für einen Massenmord unter ganz besodners grausamen Umständen, ein Gemetzel oder Blutbad, häufig im Zusammenhang aus Motiven wie Hass oder Rache. Das Wort leitet sich ab aus dem altfranzösischen Wort "maçacre - Schlachthaus".
Die mittlerweile aus Israel zurückgekehrten Abgeordneten der DIE LINKEN benutzen das Wort Massaker in Bezug auf den unverhältnismäßigen Ausgang der Enterung zu jeder sich bietenden Gelegenheit auffällig häufig. Hier insbesondere die (unerträgliche) Annette Groth (DIE LINKE) - aktuell gerade heute Morgen während des Interviews im Morgenmagazin des ZDF (6:48 h).
Gleichzeitig antwortete sie auf die Frage, wie sie "den Überfall" erlebt hätte: "Ich war im Frauendeck, die Frauen und die Männer waren ja getrennt!" Weshalb waren Frauen und Männer getrennt: Friedensaktivisten unter islamischer Bewertung der Geschlechter? - und weshalb betrachtet Frau Groth eine solche Geschlechterteilung eigentlich als selbstverständlich?
Danach behauptet sie ohne Rot zu werden, dass "ich habe zwar nicht viel Ahnung von den Möglichkeiten der Technik, aber ich kann ganz genau erkennen, dass das Video der Israelis, das zeigen soll, dass die israelischen Soldaten mit Eisenstangen scheinbar angegriffen worden sind, zusammengeschnitten ist!" Aha - Frau Groth - sie verfügen wohl über das Dritte Auge.
Bei aller Kritik gegenüber dem Vorgehen der israelischen Armee, frage ich mich (wahrscheinlich naiv, wie ich bin) ob ich als Steuerzahlerin Abgeordnete finanzieren muss, die mit voller Absicht die Reaktion eines Landes provozieren wollen (Zitat Groth aus dem MoMa: "Natürlich war es die Absicht, Israel zu provozieren!"), dem das Deutsche Volk in historischer Verantwortung gegenüber steht und dessen Ansehen durch diese Aktion in aller Welt herbagewürdigt wurde, und nur all jene unterstützt, die seit jeher die Daseins-Berechtigung Israels in Frage stellen.
Ich empfinde dies als nationale Schande Deutschlands, und nicht Israels.
Die mittlerweile aus Israel zurückgekehrten Abgeordneten der DIE LINKEN benutzen das Wort Massaker in Bezug auf den unverhältnismäßigen Ausgang der Enterung zu jeder sich bietenden Gelegenheit auffällig häufig. Hier insbesondere die (unerträgliche) Annette Groth (DIE LINKE) - aktuell gerade heute Morgen während des Interviews im Morgenmagazin des ZDF (6:48 h).
Gleichzeitig antwortete sie auf die Frage, wie sie "den Überfall" erlebt hätte: "Ich war im Frauendeck, die Frauen und die Männer waren ja getrennt!" Weshalb waren Frauen und Männer getrennt: Friedensaktivisten unter islamischer Bewertung der Geschlechter? - und weshalb betrachtet Frau Groth eine solche Geschlechterteilung eigentlich als selbstverständlich?
Danach behauptet sie ohne Rot zu werden, dass "ich habe zwar nicht viel Ahnung von den Möglichkeiten der Technik, aber ich kann ganz genau erkennen, dass das Video der Israelis, das zeigen soll, dass die israelischen Soldaten mit Eisenstangen scheinbar angegriffen worden sind, zusammengeschnitten ist!" Aha - Frau Groth - sie verfügen wohl über das Dritte Auge.
Bei aller Kritik gegenüber dem Vorgehen der israelischen Armee, frage ich mich (wahrscheinlich naiv, wie ich bin) ob ich als Steuerzahlerin Abgeordnete finanzieren muss, die mit voller Absicht die Reaktion eines Landes provozieren wollen (Zitat Groth aus dem MoMa: "Natürlich war es die Absicht, Israel zu provozieren!"), dem das Deutsche Volk in historischer Verantwortung gegenüber steht und dessen Ansehen durch diese Aktion in aller Welt herbagewürdigt wurde, und nur all jene unterstützt, die seit jeher die Daseins-Berechtigung Israels in Frage stellen.
Ich empfinde dies als nationale Schande Deutschlands, und nicht Israels.
Dienstag, 1. Juni 2010
Das geht entschieden zu weit!
Es wäre wie im Krieg gewesen, sagten die Parteimitglieder der LINKEN, die mit auf den sog. "Friedens-Booten" nach Gaza saßen, als diese die israelische Armee mit unverhältnismäßigem Ergebnis (ca. 19 Tote und unzählige Verletzte) "ge-entert" hatte.
Da kann ich nur eines sagen, ihr "lieben LINKEN Genossen" - es scheint, dass ihr nicht wisst, was Krieg wirklich ist. Und als Deutsche frage ich mich, welche Unverschämtheit Euch getrieben hat, auf einem Boot Platz zu nehmen, welches ganz klar die Absicht hatte, in die israelischen Hoheitsgewässer einzudringen und den von Israel offiziell geschlossenen Hafen von Gaza eanzulaufen. Wer glaubt ihr denn, wer ihr seit, dass ihr einen Staat so brüskieren wollt und dann noch glaubt, mit Blumen von diesem empfangen zu werden? Oder würde sich das deutsche Volk eine solche Nichtachtung seiner Sicherheitsgesetze bieten lassen?
Natürlich frage ich mich, weshalb Israel diese Aktion nicht intelligenter gelöst hat; z.B. in dem die israelische Marine den Booten einfach den Weg versperrt hätten, bis diese sich wieder getrolllt hätten?
Hier übrigens der Artikel in der Süddeutschen zum Nachlesen.
Und noch einige Beiträge auf youbube
die IDF (Israel Defence Force) hat die Bootsführer gewarnt:
weshalb die Waffen besonders die unzähligen Gasmasken an Bord?
und über die Ach-so-unschuldigen Boat-people (in Israel nur: Peaceniks" genannt):
Da kann ich nur eines sagen, ihr "lieben LINKEN Genossen" - es scheint, dass ihr nicht wisst, was Krieg wirklich ist. Und als Deutsche frage ich mich, welche Unverschämtheit Euch getrieben hat, auf einem Boot Platz zu nehmen, welches ganz klar die Absicht hatte, in die israelischen Hoheitsgewässer einzudringen und den von Israel offiziell geschlossenen Hafen von Gaza eanzulaufen. Wer glaubt ihr denn, wer ihr seit, dass ihr einen Staat so brüskieren wollt und dann noch glaubt, mit Blumen von diesem empfangen zu werden? Oder würde sich das deutsche Volk eine solche Nichtachtung seiner Sicherheitsgesetze bieten lassen?
Natürlich frage ich mich, weshalb Israel diese Aktion nicht intelligenter gelöst hat; z.B. in dem die israelische Marine den Booten einfach den Weg versperrt hätten, bis diese sich wieder getrolllt hätten?
Hier übrigens der Artikel in der Süddeutschen zum Nachlesen.
Und noch einige Beiträge auf youbube
die IDF (Israel Defence Force) hat die Bootsführer gewarnt:
weshalb die Waffen besonders die unzähligen Gasmasken an Bord?
und über die Ach-so-unschuldigen Boat-people (in Israel nur: Peaceniks" genannt):
Sonntag, 30. Mai 2010
Slicha, Israel - aber ...
... diesmal hat es nicht geklappt!
Obwohl Israel immer ein Garant für gute Lieder wie "Halejuljah" oder "Leila Tov, Europa" war - war der diesjähirge Beitrag qualitativ bestimmt einer der Besten - aber zu schwer.
Zu schwer für ein Europa, was gerade eine große Krise durchleben, durchleiden und überwinden muss. Wer will da so schwere Musik hören und Worte, die es nicht versteht.
Dass Israel eben nicht zu Europa gehört, hat dieser Beitrag, von einer ansonsten sehr musikalischen Nation, bewiesen. Zu Europa gehören zu wollen, aber ansonsten amerikanischen "live-style" liebend, die eigene Individualität immer mit dem Vorwurf des "anti-semitismuses" oder "anti-israelismuses" durchboxend, ist eben nicht gleichbedeutend damit, die europäische Seele zu verstehen und hat den wirklich guten Beitrag am Samstag scheitern lassen.
Völlig verkennend in welcher Stimmung sich die Europäer gerade befinden, kam der isralische Beitrag (bei Unkenntnis der hebräischen Sprache) wie eine Anklage daher - und das ist alles andere, was die gebeutelteten Europäer gerade vertragen können.
Und übrigens, liebes Israel - dass ihr unserer Lena nicht einen einzigen, mickrigen Punkt gebeben habt, fand ich echt schade. Entweder habt ihr damit nur gezeigt, dass ihr tatsächlich keine wirklichen Europäer seit oder den Mord an Euren Verwandten einer kleinen unschuldigen, zuckersüßen 19jährigen anlasten wollt. Beides ist doof!
Sorry Israel - aber völlig daneben!
Obwohl Israel immer ein Garant für gute Lieder wie "Halejuljah" oder "Leila Tov, Europa" war - war der diesjähirge Beitrag qualitativ bestimmt einer der Besten - aber zu schwer.
Zu schwer für ein Europa, was gerade eine große Krise durchleben, durchleiden und überwinden muss. Wer will da so schwere Musik hören und Worte, die es nicht versteht.
Dass Israel eben nicht zu Europa gehört, hat dieser Beitrag, von einer ansonsten sehr musikalischen Nation, bewiesen. Zu Europa gehören zu wollen, aber ansonsten amerikanischen "live-style" liebend, die eigene Individualität immer mit dem Vorwurf des "anti-semitismuses" oder "anti-israelismuses" durchboxend, ist eben nicht gleichbedeutend damit, die europäische Seele zu verstehen und hat den wirklich guten Beitrag am Samstag scheitern lassen.
Völlig verkennend in welcher Stimmung sich die Europäer gerade befinden, kam der isralische Beitrag (bei Unkenntnis der hebräischen Sprache) wie eine Anklage daher - und das ist alles andere, was die gebeutelteten Europäer gerade vertragen können.
Und übrigens, liebes Israel - dass ihr unserer Lena nicht einen einzigen, mickrigen Punkt gebeben habt, fand ich echt schade. Entweder habt ihr damit nur gezeigt, dass ihr tatsächlich keine wirklichen Europäer seit oder den Mord an Euren Verwandten einer kleinen unschuldigen, zuckersüßen 19jährigen anlasten wollt. Beides ist doof!
Sorry Israel - aber völlig daneben!
Für alle, die ...
... den Auftritt von Lena in Oslo verpasst haben
Obwohl ich persönlich gerade diesen Auftritt gar nicht so gut fand (Lena hat schon bessere hingelegt), hat sie Europa wohl dennoch begeistert, mitgerissen und durch ihre natürliche Art (ganz ohne nebensächliches) überzeugt.
Ganz, ganz dolle freue ich mich auch für Stefan Raab. Dessen Art mir auch ganz lange suspekt, zu billig und immer nach dem Motto "Humor auf Kosten der schwächeren" war - aber seit ich seine Lieder kenne, halte ich von dem Mann ganz ganz viel!
Seine Musik ist, obschon er sich scheinbar nichtige Themen wie einen Maschendrahtzaun oder Wadde-hadde-Du-Denn-Da wählt, ausgereift, vollmundig und musikalisch eine Ohrenweide! Der Mann weiß, was Qualität ist und das Main-Stream der Tod für jeden Künstler ist. Er verwendet seine Bekanntheit anders als Bohlen, um wirkliche Talente zu unterstützen und individuell zu bertreuen. Da ist kein Verheizen, kein "eine schnelle Mark" machen, sondern ein kontinuierlicher Aufbau und menschlicher Aspekt.
Ich zolle Stefan Raab meinen Respekt!
Obwohl ich persönlich gerade diesen Auftritt gar nicht so gut fand (Lena hat schon bessere hingelegt), hat sie Europa wohl dennoch begeistert, mitgerissen und durch ihre natürliche Art (ganz ohne nebensächliches) überzeugt.
Ganz, ganz dolle freue ich mich auch für Stefan Raab. Dessen Art mir auch ganz lange suspekt, zu billig und immer nach dem Motto "Humor auf Kosten der schwächeren" war - aber seit ich seine Lieder kenne, halte ich von dem Mann ganz ganz viel!
Seine Musik ist, obschon er sich scheinbar nichtige Themen wie einen Maschendrahtzaun oder Wadde-hadde-Du-Denn-Da wählt, ausgereift, vollmundig und musikalisch eine Ohrenweide! Der Mann weiß, was Qualität ist und das Main-Stream der Tod für jeden Künstler ist. Er verwendet seine Bekanntheit anders als Bohlen, um wirkliche Talente zu unterstützen und individuell zu bertreuen. Da ist kein Verheizen, kein "eine schnelle Mark" machen, sondern ein kontinuierlicher Aufbau und menschlicher Aspekt.
Ich zolle Stefan Raab meinen Respekt!
Unser Herz aus Deutschland
Ich erlaube mir hier (ohne Namensnennung) die mail an eine sehr gute Freundin (die in Israel lebt) zu veröffentlichen. Erst als ich die Mail geschrieben und verschickt hatte, begriff ich, dass meine schriftlich geäußerten Gedanken in meinen Blog gehören.
"… und ehe ich fast nahtlos zum "ernsten" (kleiner Scherz) Teil meiner mail übergehe, darf ich Dir die frohe Kunde vom Sieg der Lena Meyer-Landrut beim European Songcontest in Oslo verkünden. Wahrscheinlich interessiert Dich das nicht so sehr, aber Deutschland ist völlig aus dem Häuschen - auch ich saß gestern abend (wie jedes Jahr!!!) vor der Glotze und habe mir ein Loch in den Bauch gefreut und zu später Stunde auch ein paar Tränen verdrückt. Unglaublich! (Es ist übrigens das Lied, welches ich Dir mal als link auf youtube geschickt hatte). In Deutschland ist die "Lena-mania" ausgebrochen und es gibt auch schon ein neues Verb in der deutschen Sprache: lenarisiert! Du siehst, ich habe was übrig für erfreulichen Patriotismus und für Menschen die aus dem Volk kommend, eine ganze Nation und nun auch Europa mit Natürlichkeit und Leidenschaft begeistern können.
So ein Sieg, auch wenn für das eigene persönliche Leben unerheblich, ist aber Balsam für die deutsche Volksseele; besonders nach dem "Rettungspaket" für Griechenland von 750 Milliarden - bei dem Deutschland (wieder mal) den größten Teil von knapp 150 Milliarden zahlt. Die Stimmung in Europa ist im Keller, im Grunde ist die Europäische Union bzw. der "Euro" gescheitert, Portugal, Spanien und Italien werden in Kürze als Pleitegeier folgen (wer soll das denn noch bezahlen). Ich (und da bin ich nicht alleine) mache mir erhebliche Sorgen um die Zukunft und kann die Politiker nicht verstehen (auch da bin ich in Deutschland nicht alleine), die Griechenland unbedingt in der Euro-Union halten wollen. Für mich ist die EU wie ein Zusammenschluss von kapitalistischen Unternehmen und wenn da einer Pleite geht, muss er aus dem Verbund entfernt werden, weil er sonst die anderen Unternehmen gefährdet!
Meine Kollegin und ich sind übrigens in den "Tzatziki-Streik" getreten: so nach dem (witzig gemeinten) Motto: kein Euro zu viel mehr nach Griechenland!
Nun - jetzt habe ich aber geschrieben und gedacht wie verrückt. Fahre heute später wie geplant, weil ich (Du tippst Dir bestimmt an den Kopf) um 17 Uhr live im TV die Ankunft von "uns Lena" in Hannover anschauen will.
Ich bin schon ganz aufgeregt, und nicht weil ich eine TV-Sternchen-Glotzerin bin, sondern weil ich glaube, dass diese ganzen super Intelektuellen, Wirtschaftsweisen, Politiker und andere, die solche Vorstellungen ablehnen, nicht begreifen, wie wichtig solche Ereignisse für ein Volk bzw. auch für die politische Entwicklung einer Nation sind.
Als Beispiel, als die deutsche Fußballnationalmannschaft 1990 in Rom Weltmeister wurde, war das für das "Zusammenwachsen" von Ost und West ungemein wichtig - und somit auch für Europa, die ja (zu recht) angst hatten, das ein wiedervereintes Deutschland großes Gefahrenpotenzial besitzt. Die damals noch getrennten Deutschen Staaten hatten hier ihr erstes "Gemeinschaftsgefühl"; oder auch 1982, als Nicole mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" den Songcontest gewann, war das für die Identität der Deutschen und ihre erste wirkliche Stellungnahme in der Welt nach dem zweiten Weltkrieg wegweisend! Die Deutschen teilten Europa mit, dass sie Frieden wollen.
Auch die Fußball WM 2006 in Deutschland war soooo ungemein wichtig. Wie haben die Deutschen der Welt gezeigt, dass sie in eine Mannschaft verliebt sind, die "nur" dritter wurde: also nix mehr, mit "die Welt erobern" und wie hat es der deutschen Seele gut getan, nach mehr als 50 Jahren mit der Deutschen Flagge am Auto "stolz" durch die Gegend zu fahren. Sogar ich hatte eine Deutsche Fahne zum Fenster hinaus gehängt, was ich seitdem, wenn es dem Anlass entsprechend ist, immer wieder tun würde. Ich habe diese Erleichterung gespürt, einfach mal Deutsch sein zu dürfen, ohne dass man sich "weg-ducken" muss. Ich glaube, das war Lebensnotwendig für ein gesundes, stabiles Europa - denn Deutschland ist das zentrale Herz eben dieses Kontinents. Und jeder Krieg ist bisher deshalb "ausgebrochen" durch ein Land, welches seine Identität, seine Autonomie fremdbestimmt erlitten hat.
Und wenn jetzt so eine kleine, junge, natürliche Frau aus Hannover den European Songcontest gewinnt, können die ewig gestrigen und Nörgler einfach gesamt-politisch nicht ermessen, welchen Bärendienst diese Lena für uns Deutsche und für den Frieden in Europa geleistet hat. Ich halte mich hier an den Spruch: "Das politische ist privat, aber das private ist auch politisch!" Ein Volk besteht einfach nicht aus seinen Politikern und internationalen Beschlüssen; ein Volk lebt aus sich und aus sich heraus handelt es politisch!" Ich glaube, dass dieser Sieg den Frieden in Europa gesichert hat - jedenfalls für die nächsten zwei Jahre. Und in dieser Zeit kann noch viel passieren - im positiven.
So, jetzt hocke ich mich ganz aufgeregt vor die Glotze und freue mich wie verrückt, das ich in einem Volk lebe, das mittlerweile ihre wirklichen Helden richtig feiern kann. Bestimmt werden abertausende in Hannover am Flughafen stehen oder am Rathaus und "der Lena" einen triumphalen Empfang bereiten. Wenn Hannover nicht zu weit weg, ich nicht zu alt und zu "shay" wäre würde ich da auch hinfahren."
So, dass war ein Ausschnitt einer sehr persönlichen Mail und hier folgt der "Beweis", dass Deutschland einfach jung, erwachsen und mit eine eigene Identität geworden ist.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht: aber ich bin stolz! Nicht das Lena Lena ist, sondern dass wir sie gewählt haben, damit sie uns repräsentieren kann!
Und genau deshalb stehe ich zu der Ausaage: "Lena ist Deutschland - und wir sind Lena!" (Die BILD lässt grüßen!) Immer noch besser, als "Wir sind Papst!", denn den will ich nicht sein!
Ein Ausschnitt:
interessanter Hinweis: während des Gespräches zwischen Lena und Mette-Marit (der norwegischen Kronprinzessin) hört man im Hintergrund deutsche Fans rufen:
"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" - das war der westdeutsche Slogan, für die jeweiligen Sieger der westdeutsche Ausscheidung der Bundes-Schul-Sport-Wettkämpfe (och, was ein langes Wort) die sich für die Finals in berlin qualifiziert hatten und hatte sich dann auf die Teilnahmer des Pokalentspieles der Fußballer konzentriert.
Der wichtigste Satz von Lena ging eventuell unter, denn zum Schluss des Gespräches mit der norwegischen Kronprinzessin sagt sie:
"I did that for Germany!"
"… und ehe ich fast nahtlos zum "ernsten" (kleiner Scherz) Teil meiner mail übergehe, darf ich Dir die frohe Kunde vom Sieg der Lena Meyer-Landrut beim European Songcontest in Oslo verkünden. Wahrscheinlich interessiert Dich das nicht so sehr, aber Deutschland ist völlig aus dem Häuschen - auch ich saß gestern abend (wie jedes Jahr!!!) vor der Glotze und habe mir ein Loch in den Bauch gefreut und zu später Stunde auch ein paar Tränen verdrückt. Unglaublich! (Es ist übrigens das Lied, welches ich Dir mal als link auf youtube geschickt hatte). In Deutschland ist die "Lena-mania" ausgebrochen und es gibt auch schon ein neues Verb in der deutschen Sprache: lenarisiert! Du siehst, ich habe was übrig für erfreulichen Patriotismus und für Menschen die aus dem Volk kommend, eine ganze Nation und nun auch Europa mit Natürlichkeit und Leidenschaft begeistern können.
So ein Sieg, auch wenn für das eigene persönliche Leben unerheblich, ist aber Balsam für die deutsche Volksseele; besonders nach dem "Rettungspaket" für Griechenland von 750 Milliarden - bei dem Deutschland (wieder mal) den größten Teil von knapp 150 Milliarden zahlt. Die Stimmung in Europa ist im Keller, im Grunde ist die Europäische Union bzw. der "Euro" gescheitert, Portugal, Spanien und Italien werden in Kürze als Pleitegeier folgen (wer soll das denn noch bezahlen). Ich (und da bin ich nicht alleine) mache mir erhebliche Sorgen um die Zukunft und kann die Politiker nicht verstehen (auch da bin ich in Deutschland nicht alleine), die Griechenland unbedingt in der Euro-Union halten wollen. Für mich ist die EU wie ein Zusammenschluss von kapitalistischen Unternehmen und wenn da einer Pleite geht, muss er aus dem Verbund entfernt werden, weil er sonst die anderen Unternehmen gefährdet!
Meine Kollegin und ich sind übrigens in den "Tzatziki-Streik" getreten: so nach dem (witzig gemeinten) Motto: kein Euro zu viel mehr nach Griechenland!
Nun - jetzt habe ich aber geschrieben und gedacht wie verrückt. Fahre heute später wie geplant, weil ich (Du tippst Dir bestimmt an den Kopf) um 17 Uhr live im TV die Ankunft von "uns Lena" in Hannover anschauen will.
Ich bin schon ganz aufgeregt, und nicht weil ich eine TV-Sternchen-Glotzerin bin, sondern weil ich glaube, dass diese ganzen super Intelektuellen, Wirtschaftsweisen, Politiker und andere, die solche Vorstellungen ablehnen, nicht begreifen, wie wichtig solche Ereignisse für ein Volk bzw. auch für die politische Entwicklung einer Nation sind.
Als Beispiel, als die deutsche Fußballnationalmannschaft 1990 in Rom Weltmeister wurde, war das für das "Zusammenwachsen" von Ost und West ungemein wichtig - und somit auch für Europa, die ja (zu recht) angst hatten, das ein wiedervereintes Deutschland großes Gefahrenpotenzial besitzt. Die damals noch getrennten Deutschen Staaten hatten hier ihr erstes "Gemeinschaftsgefühl"; oder auch 1982, als Nicole mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" den Songcontest gewann, war das für die Identität der Deutschen und ihre erste wirkliche Stellungnahme in der Welt nach dem zweiten Weltkrieg wegweisend! Die Deutschen teilten Europa mit, dass sie Frieden wollen.
Auch die Fußball WM 2006 in Deutschland war soooo ungemein wichtig. Wie haben die Deutschen der Welt gezeigt, dass sie in eine Mannschaft verliebt sind, die "nur" dritter wurde: also nix mehr, mit "die Welt erobern" und wie hat es der deutschen Seele gut getan, nach mehr als 50 Jahren mit der Deutschen Flagge am Auto "stolz" durch die Gegend zu fahren. Sogar ich hatte eine Deutsche Fahne zum Fenster hinaus gehängt, was ich seitdem, wenn es dem Anlass entsprechend ist, immer wieder tun würde. Ich habe diese Erleichterung gespürt, einfach mal Deutsch sein zu dürfen, ohne dass man sich "weg-ducken" muss. Ich glaube, das war Lebensnotwendig für ein gesundes, stabiles Europa - denn Deutschland ist das zentrale Herz eben dieses Kontinents. Und jeder Krieg ist bisher deshalb "ausgebrochen" durch ein Land, welches seine Identität, seine Autonomie fremdbestimmt erlitten hat.
Und wenn jetzt so eine kleine, junge, natürliche Frau aus Hannover den European Songcontest gewinnt, können die ewig gestrigen und Nörgler einfach gesamt-politisch nicht ermessen, welchen Bärendienst diese Lena für uns Deutsche und für den Frieden in Europa geleistet hat. Ich halte mich hier an den Spruch: "Das politische ist privat, aber das private ist auch politisch!" Ein Volk besteht einfach nicht aus seinen Politikern und internationalen Beschlüssen; ein Volk lebt aus sich und aus sich heraus handelt es politisch!" Ich glaube, dass dieser Sieg den Frieden in Europa gesichert hat - jedenfalls für die nächsten zwei Jahre. Und in dieser Zeit kann noch viel passieren - im positiven.
So, jetzt hocke ich mich ganz aufgeregt vor die Glotze und freue mich wie verrückt, das ich in einem Volk lebe, das mittlerweile ihre wirklichen Helden richtig feiern kann. Bestimmt werden abertausende in Hannover am Flughafen stehen oder am Rathaus und "der Lena" einen triumphalen Empfang bereiten. Wenn Hannover nicht zu weit weg, ich nicht zu alt und zu "shay" wäre würde ich da auch hinfahren."
So, dass war ein Ausschnitt einer sehr persönlichen Mail und hier folgt der "Beweis", dass Deutschland einfach jung, erwachsen und mit eine eigene Identität geworden ist.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht: aber ich bin stolz! Nicht das Lena Lena ist, sondern dass wir sie gewählt haben, damit sie uns repräsentieren kann!
Und genau deshalb stehe ich zu der Ausaage: "Lena ist Deutschland - und wir sind Lena!" (Die BILD lässt grüßen!) Immer noch besser, als "Wir sind Papst!", denn den will ich nicht sein!
Ein Ausschnitt:
interessanter Hinweis: während des Gespräches zwischen Lena und Mette-Marit (der norwegischen Kronprinzessin) hört man im Hintergrund deutsche Fans rufen:
"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" - das war der westdeutsche Slogan, für die jeweiligen Sieger der westdeutsche Ausscheidung der Bundes-Schul-Sport-Wettkämpfe (och, was ein langes Wort) die sich für die Finals in berlin qualifiziert hatten und hatte sich dann auf die Teilnahmer des Pokalentspieles der Fußballer konzentriert.
Der wichtigste Satz von Lena ging eventuell unter, denn zum Schluss des Gespräches mit der norwegischen Kronprinzessin sagt sie:
"I did that for Germany!"
Samstag, 22. Mai 2010
Wem gehört die Grabeskirche?
Wie trotzige kleine Kinder streiten sich die verschiedenen chrsitlichen Kirchen um den "Besitz" der Grabeskirche in Jerusalem - richtig schön nach dem Motto: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!
Damit sich die verschiedenen Konfessionen nicht an die Gurgel gehen, besitzt ein Moslem den Schlüssel zur Kirche ... Davon und mehr berichtet der Film "Im Hauss meines Vaters soind viele Zimmer", der seit März in deutschen Kinos gespielt wird. Hier der Trailer:
Damit sich die verschiedenen Konfessionen nicht an die Gurgel gehen, besitzt ein Moslem den Schlüssel zur Kirche ... Davon und mehr berichtet der Film "Im Hauss meines Vaters soind viele Zimmer", der seit März in deutschen Kinos gespielt wird. Hier der Trailer:
Freitag, 21. Mai 2010
Rabbbis unterm Regenbogen
Homosexualität ist keine Krankheit sondern eine Gabe Gottes - und deshalb gibt es schwule Männer im Vatikan, in der Moschee und natürlich auch unter den orthodoxen Juden. So wie am Abendbrottisch von "wir-sind-Papst"-Benedict dieses Thema ein Tabu ist (weshalb wissen wir ja!), ist ein schwuler Rabbi auch zwischen Jerusalem und New York, Antwerpen und Prag völlig undenkbar - wenn auch real.
Jetzt aber hat der israelische Filmemacher Chaim Tabakman einen in Cannes umjubelten Film genau darüber gemacht: "Du sollst nicht Lieben" (im Original: Eyes wide open) der heute in ausgewählten Kinos in der Republik anläuft.
Hier ein Interview mit dem Regisseur
Jetzt aber hat der israelische Filmemacher Chaim Tabakman einen in Cannes umjubelten Film genau darüber gemacht: "Du sollst nicht Lieben" (im Original: Eyes wide open) der heute in ausgewählten Kinos in der Republik anläuft.
Hier ein Interview mit dem Regisseur
Sonntag, 9. Mai 2010
Deutsch hört sich an,..
... wie eine Schreibmaschine, die die Treppe hinunterfällt! Das, und mehr wissenswertes über uns Deutsche lässt uns der irische Komiker Dylan Moran wissen. Schade, dass ihm noch keiner gesagt hat, dass irische Männer wie rosa Ferkel ausschauen - jedenfalls wenn sie betrunken am Strand von Arenal herumliegen, weil sie mal wieder bei keiner deutschen Frau landen konnten.
Humor ist - wenn man trotzdem lacht!
Köstlich:
Humor ist - wenn man trotzdem lacht!
Köstlich:
Nicht wie Robert Redford
Aus der israelischen Comedy-Sendung "Lo lifnei HaYeladim" (Nicht vor den Kindern!) folgender Ausschnitt, in dem sich Mann und Frau im Cafe treffen und sich u.a. über ihre Reisen unterhalten.
Er war gerade in Thailand, sie in Europa. Dann plötzlich sagt sie, dass er sie an jemanden erinnere und wieselbstkritisch Männer so sind, sagt er:
"An Robert Redford!"
Aber nein, nicht an Robert Redford, an einen ganz anderen. Der Rest des Clips erklärt sich von selbst:
Er war gerade in Thailand, sie in Europa. Dann plötzlich sagt sie, dass er sie an jemanden erinnere und wie
"An Robert Redford!"
Aber nein, nicht an Robert Redford, an einen ganz anderen. Der Rest des Clips erklärt sich von selbst:
Na, zieh`s raus!
Politische Stellungnahme kann so herrlich kreativ und witzig sein!
Israel = Good Job!
Während des verheerenden Erdbebens auf Haiti weilte ich in Israel und angesichts der Berichterstattung durch die Medien hätte man meinen können, dass allein die israelichen Rettungskräft, die in das Katastrophengebiet entsannt worden waren, die gesamte Bevölkerung Haitis geretten hatten.
Zuweilen empfand ich, wie sich Isarel in den Medien selbst gelobt hatte, schon als peinlich - verbuchte dies aber unter dem Aspekt des "Minderwertigkeitskomplexes", unter dem dieses kleine umstrittene Land wohl offensichtlich (und verständlicherweiese) leidet.
Wie schön aber, dass die Israelis über sich selbst so wunderbar lachen können.
In der beliebten israelischen Comedy-Sendung "Eretz NeHederet" wurde nämlich genau diese Selbstbeweihräuscherung während des Einsatzes auf Haiti wunderbar thematisiert: (mit englishen Untertiteln)
Zuweilen empfand ich, wie sich Isarel in den Medien selbst gelobt hatte, schon als peinlich - verbuchte dies aber unter dem Aspekt des "Minderwertigkeitskomplexes", unter dem dieses kleine umstrittene Land wohl offensichtlich (und verständlicherweiese) leidet.
Wie schön aber, dass die Israelis über sich selbst so wunderbar lachen können.
In der beliebten israelischen Comedy-Sendung "Eretz NeHederet" wurde nämlich genau diese Selbstbeweihräuscherung während des Einsatzes auf Haiti wunderbar thematisiert: (mit englishen Untertiteln)
Was ist Anti-Semitismus?
Dieser Frage hat sich der israelische Dokumentarfilmer Yoaf Shamir gestellt und seinen hochinteressanten Film "Defamation" (Verleumdung) bei youtube veröffentlicht. Hier der erste Teil:
Part 2
Part 3
Part 4
Part 5
Part 6
Part 7
Part 8
Part 9
Part 2
Part 3
Part 4
Part 5
Part 6
Part 7
Part 8
Part 9
Donnerstag, 6. Mai 2010
Bagger-Krieg oder Kriegs-Bagger?
Die Welt steckt voller Überraschungen - auch Deutschland! Kürzlich entdeckte ich auf einer Baustelle unten abgebildeten Bagger:
und wunderte mich doch sehr über das an der Seite angebrachte Eiserne Kreuz!
Im Jahr 1813 wurde dieser Orden erstmals verliehen, im 1. Weltkrieg erhielten die, die das gegenseitige Abschlachten in den Ardennen oder bei Verdun überlebt hatten diese Auszeichnung.
Adolf Hitler übernahm den Orden in leicht veränderter Form ebenfalls als Auszeichnung für Soldaten, die sich mit besondersmutigen verbrecherischen Aktionen in der Wehrmacht hervorgetan hatten.
Nach dem 2. Weltkrieg verschwand der Orden, wurde dann aber (ebenfalls wieder in leicht veränderter Form) als Symbol für die Bundeswehr ins deutsche Soldatenleben zurückgeholt und seit eingen Jahren gibt es sogar wieder einen Orden für besonderesdumme tapfere Soldatentaten.
Hier sagt ein Bild mehr als tausend Worte:
Dieses Plakat sollte man einmal den Familien der bisher in Afghanistan gefallen Soldaten schicken!
und wunderte mich doch sehr über das an der Seite angebrachte Eiserne Kreuz!
Im Jahr 1813 wurde dieser Orden erstmals verliehen, im 1. Weltkrieg erhielten die, die das gegenseitige Abschlachten in den Ardennen oder bei Verdun überlebt hatten diese Auszeichnung.
Adolf Hitler übernahm den Orden in leicht veränderter Form ebenfalls als Auszeichnung für Soldaten, die sich mit besonders
Nach dem 2. Weltkrieg verschwand der Orden, wurde dann aber (ebenfalls wieder in leicht veränderter Form) als Symbol für die Bundeswehr ins deutsche Soldatenleben zurückgeholt und seit eingen Jahren gibt es sogar wieder einen Orden für besonderes
Hier sagt ein Bild mehr als tausend Worte:
Dieses Plakat sollte man einmal den Familien der bisher in Afghanistan gefallen Soldaten schicken!
Mittwoch, 5. Mai 2010
Ein Witz ist ein Kiss-Mitglied
I was made for lovin` you, dachte sich der kleine Chaim Witz als er mit seiner Mutter von Israel nach Amerika ausgewandert war und nannte sich fortan Eugene Klein, dem Geburtsnamen seiner Mutter. Seinen hebräischen Vornamen Chaim (hebr.: Leben) veränderte er ebenfalls, da dieser im amerikanischen wie "Shame" ausgesprochen wurde.
Witz alias Klein alias Simmons, wie er sich seit der Gründung der Band Kiss nennt, wurde 1949 in Haifa, Isarel geboren und ist Sohn ungarisch-jüdischer Eltern, die als einzige in ihrer Verwandtschaft dem Holocaust durch die frühzeitige Flucht nach Palästina entkommen konnnten. Der gesamte Rest der Familie wurde von den Nazis ermordert - so ist es doch überraschend (oder Absicht?), dass die Gruppe Kiss die beiden letzten Buchstaben als ss-Runen geschrieben haben.
Seine exorbitant lange Zunge hat er sich übrigens durch das Entfernen seines Zungenblättchens verschafft.
Witz alias Klein alias Simmons, wie er sich seit der Gründung der Band Kiss nennt, wurde 1949 in Haifa, Isarel geboren und ist Sohn ungarisch-jüdischer Eltern, die als einzige in ihrer Verwandtschaft dem Holocaust durch die frühzeitige Flucht nach Palästina entkommen konnnten. Der gesamte Rest der Familie wurde von den Nazis ermordert - so ist es doch überraschend (oder Absicht?), dass die Gruppe Kiss die beiden letzten Buchstaben als ss-Runen geschrieben haben.
Seine exorbitant lange Zunge hat er sich übrigens durch das Entfernen seines Zungenblättchens verschafft.
Samstag, 1. Mai 2010
Sleeples in Gaza & Jerusalem
Vier Palästinenserinnen berichten aus ihrem Alltag in kurzen Episoden. Geplant sind insgesamt 90 Beiträge in 90 Tagen.
Hier der Trailer
Wer weitere Clips der interessanten und wirklich gut gemachten Beiträge anschauen möchte, kann dies hier tun.
Vorher aber noch den ersten Teil dieses 90-Tage Diaries, ein wunderbarer Stadtrundgang durch Jerusalem!
Hier der Trailer
Wer weitere Clips der interessanten und wirklich gut gemachten Beiträge anschauen möchte, kann dies hier tun.
Vorher aber noch den ersten Teil dieses 90-Tage Diaries, ein wunderbarer Stadtrundgang durch Jerusalem!
Islam goes Fashion
Schauen und staunen!
Donnerstag, 29. April 2010
Mulis gegen Kulis
Die Islamisten haben gewonnen – Sie können sich brüsten, ein weltweit ausstrahlendes Fernsehnetzwerk erschüttert zu haben.
Die Folgen 200 und 201 der Serie "South Park" die Mitte der Woche in den USA ausgestrahlt wurden, hatten den Unmut der Mullahs (oder nennen sie sich Mulis?) und anderer extremistischer Islamisten entfacht, denn in den beiden Folgen soll Mohammed in einem Bärenfell kostümiert dargestellt worden sein.
Heute gab der Fernsehsender wie auch die beiden South Park-Erfinder und Produzenten Trey Parker und Matt Stone bekannt, dass die beiden oben genannten Episoden weder in Amerika noch in anderen Ländern jemals wieder gezeigt werden. Sogar von der Internetseite der Comedy Sendung, auf der normalerweise alle Folgen als Clip abrufbar sind, wurden die beiden Episoden entfernt.
Dafür haben die Mulis auf der Internetseite revolutionmuslim.com mit ihrem religiösen Wahn, menschenverachtenden Fundamentalismus und der egozentrischen Intoleranz gesorgt, mit der sie gegen alles Sturm machen, was denken und zeichnen kann.
Den speziellen Humor dieser Islamisten und den religiösen Respekt anderen Religionen gegenüber stellt am besten folögende Karrikatur dar:
Ach ja, habe gerade einen Mohammed-Zeichenkurs bei der Volkshochschule gebucht!
Wat mut, dat mut - sagt der Rheinländer
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