An jeder Ecke, in allen Nachrichten, als Titel auf jeder Tageszeitung: das Thema des Tages in Israel: Gilad Shalit, der israelische Soldat der vor mehr als 3 Jahren von der Hamas entführt wurde, soll endlich freikommen. Das erste und bisher letzte Lebenszeichen war vor knapp einem Monat ein Video, indem der junge Mann eine Brief verlas. Seither liefen wohl unter der Hand die Verhandlungen und nun soll es schnell gehen. Ihm und seinen Eltern, die die israelische Regierung harsch für ihre Handlungsunfähigkeit angreifen, ist es zu wünschen.
Aber, wie heißt es so schön: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - besonders nicht, wenn man mit der Hamas verhandeln muss!
Unten ein Artikel zu den neuesten Entwicklungen:
GAZA, 23. November (RIA Novosti). Die Bewegung Hamas hofft auf eine Einigung mit Israels Behörden, nach der mehrere Hundert Palästinenser im Austausch gegen den gefangen genommenen israelischen Soldaten Gilad Shalit bis Ende dieser Woche aus israelischen Gefängnissen entlassen werden sollen.
Wie die israelische Zeitung "Haaretz" am Montag schreibt, ist die Freilassung von Shalit, der sich seit mehr als drei Jahren in palästinensischer Gefangenschaft befindet, die ausschlaggebende Bedingung für die Aufhebung der Wirtschaftsblockade des von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifens mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern.
Aiman Tahu, einer der Hamas-Führer, stellte "Fortschritte in dieser Frage" fest, so das Blatt. Er äußerte seine Hoffnung darauf, dass der Fahrplan der Einigung bis zum moslemischen Fest Ad al Adha am kommenden Freitag abgestimmt werde.
Nach Angaben des Fernsehsenders Al Arabia wird am Montag ein Treffen zwischen der Hamas-Führung und führenden Politikern Syriens in Kairo stattfinden, bei dem eine Antwort auf das israelische Angebot formuliert werden soll. Wie der Fernsehsender berichtet, wird Shalit bei einem positiven Ausgang schon in den nächsten Tagen an Ägypten übergeben und von dort aus in seine Heimat zurückkehren.
Israels Präsident Shimon Peres bestätigte am Vortag die Informationen über Fortschritte bei den Verhandlungen, die unter Vermittlung Ägyptens und Deutschlands geführt werden. "Jeder weiß, dass es Fortschritte gibt, und ich hoffe, dass dies zu einem Resultat führt", sagte Peres im israelischen Fernsehen nach seinem Treffen mit Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak. Er wollte allerdings nicht auf Einzelheiten eingehen.
Montag, 23. November 2009
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