Gestern Abend, auf allen Sendern der israelischen Fernsehkanäle (die übrigens auch einen eigenen Post wert wären) kam DIE Nachricht des Tages: Israel friert für 10 Monate den Siedlungsbau ein! Ausgenommen der Bau weiterer Wohnungen im Ost-Jerusalemer Stadtteil Gilo, um den sich Anfang der Woche schon eine heftige Diskussion entfacht hatte und einer Bauphase von ca. 3000 Wohneinheiten auf der Westbank, die die amerikanische Regierung vor Jahren genehmigt hatte. Die israelische Regierung möchte damit ein Zeichen setzen und den Friedensdialog mit den Palästinensern wieder in Gang bringen.
Doch was heißt einfrieren? Heißt das, dass in 10 Monaten, egal welches Ergebnis bei den kommenden Gesprächen erzielt wird, munter weitergebaut wird?
Der israelischen Regierung dürfte doch längst klar sein, dass über kurz oder lang die West-Bank bzw. die besetzten Gebiete aufgegeben und an die Palästinenser zurückgeben werden müssen - wie sonst könnte die "Zwei-Staaten-Lösung" funktionieren. Alles also mal wieder nur ein "schachern" um Zentimeter: "geb` ich Dir, gibst Du mir!"
Der Status Jerusalem wird aber wohl noch das größte Problem werden (eher bleiben!). Die Isarelis wie auch die Palästinenser beanspruchen Jerusalem als ihre Hauptstadt. Es wäre zu wünschen, dass die Palästinenser und die Israelis es schaffen, sich diese Stadt zu teilen ohne, wie in Berlin, wieder eine strikte Trennung und damit eine Mauer durch Jerusalem gebaut wird.
Wie immer, die Hoffnung stirbt zuletzt!
Donnerstag, 26. November 2009
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