Seit gestern Spätnachmittag ist der Shabbat eingekehrt. Nach der jüdischen Religion müssen am Himmel 3 Sterne zu sehen sein, dann ist der Shabbes da. Für die Schlechtwetterperioden, wenn also der Himmel bewölkt ist - werden in Zeitungen und auch im Fernsehen die genauen Uhrzeiten angekündigt, denn der genau Zeitpunkt ist für die ultra-orthodoxen Juden enorm wichtig. Es könnte ja sein, dass sie den Beginn des Shabbat um einge Minuten verpassen und in dieser Zeit noch etwas tun, was als Arbeit gilt. Zum Beispiel den Autoschlüssel rumdrehen und den Motor dadurch starten - das ist verboten. Auch ein Streichholz anzünden, den Gasherd in Gang bringen, den Lichtschalter oder den Knopf eines Aufzuges drücken - verboten!
Das Wochenende hat also begonnen - eigentlich! Aber irgendwie kommt man in Israel einfach nicht zur Ruhe.
Gestern Vormittag habe ich mir meine neue Bleibe für die nächsten 2 Monate angeschaut. Leider muss ich aus unserem wunderschönen Appartement ausziehen, da der Vermieter jemanden gefunden hat, der dieses Appartement langfristig mieten will. Von meiner neuer Behausung werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten.
Nach der Besichtigung gings im Sausschritt in den Supermarkt - an einem Freitag bedeutet dies "Großkampftag". Danach Lebensmittel nach Hause gebracht und mit Neta, dem Baby, Hadar und meinem Compagnon nach Kfar Saba. Dort hatte Hadar ein Basketballspiel - dem zugeschaut, dann nach Tel Aviv. Neta bei einer Freundin in Hod HaSharon abgeliefert und weiter in die Innenstadt, auf einen Bücherflohmarkt. Vier Bücher gekauft, einen Kaffee mit einem leckeren Schokolodenkuchen, samt Kokosstreusel und heißer Vaniellesoße verputzt (was ne Kalorienbombe), dann gegen 17 Uhr zurück nach Hod HaSharon. Neta samt Baby wieder ins Auto gepackt und back home.
Wie in jeder Familie, wird auch bei Neta & Yoram am Freitagabend groß gekocht - mistens sind die Augen größer als der Magen. So haben sich mein Compagnon und Yoram in die Küche gestellt und Fisch, mit Reis gefüllte Lammhaxe und noch andere Köstlichkeiten zubereitet. Alles viel zu viel - und vom meinem Vorhaben etwas abzunehmen muss ich mich in Israel wohl verabschieden!
Na ja, ab nächste Woche wollen Neta und ich jeden Donnerstagabend die "Alte Damen"-Basketballtruppe hier im Ort besuchen - vielleicht hilft es was?
Heute morgen nun packt mein Mitbewohner seine Sachen - LEIDER fliegt er heute schon wieder zurück nach Deutschland. So schnell sind vier Wochen ins Land gegangen. (Mein lieber Freund, die Zeit mit Dir war klasse! Danke!)
Bevor ich ihn an den Flughafen bringe, müssen wir noch sein Bett zurück zu Neta fahren, das Appertement etwas putzen - und dann gilt es Abschied nehmen.
Ja, bevor ich dann auch wieder vom Flughafen zurück bin, ist es schon wieder später Nachmittag - gerade noch Zeit eine Waschmachine anzuwerfen, ein paar Sachen zu bügeln, in meinem neuen hebräischen Buch zu lesen, welches ich gestern gekauft habe und meine Schulsachen packen. Am Montag ziehe ich um, da werde ich heute schon ein paar Sachen organisieren.
Shabbat Shalom!
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