Was lange währt, wird endlich wahr!
David Broza hat gestern Abend eine wirklich perfekte Vorstellung abgeliefert - zeitweise hatte mich die Gänsehaut von oben bis unten (und wieder zurück) überfallen!
Aber zurück auf Start:
Tel Aviv, Musikclub "reading3" im ehemaligen Hafen von Tel Aviv, dessen verfallenen Lagerhallen mittlerweile einen Musiktempel und vollbesetzten Club nach dem anderen beherbergt, 22:30 Uhr und ca. 1200 Gäste an Vierertischen warten auf IHN!
Das Ambiente ist "the american way of Entertainment": bläuliches Licht, Kerzen, gedeckte Tische, vor dem Konzert verzehren die Gäste teure Menues, dazu europäische Weine.
Ich dagegen bestelle mir ein einheimisches Bier!
Gegen 23 Uhr geht das Licht aus, die Bühne beleuchtet nur ein einziger Scheinwerfer einen Barhocker ... und dann kommt er: schwarz gekleidet, spansiche Gitarre und ein Mikrofon: die Leute flippen aus und ich bin vollkommen von seinem Charisma beeindruckt. Kann ich auch sein, sitze ich an einem Tisch, der gerademal drei Meter von der Bühne entfernt steht!
Der Mann sieht einfach umwerfend aus, hat eine so unverkennbar rau-weiche Stimme - die vom Ohr direkt in die Seele vordringt und spielt dazu noch so perfekt Gitarre; dass man glauben könnte, er habe diese schon im Mutterleib gespielt. Von diesem Können zeigt er während des Abends übrigens auf der spanischen, der klassischen, der akustischen und der elektrischen!
Nach und nach betreten weitere Musiker die Bühne und reihen sich in sein Gitarrenspiel ein; die Lieder die er im Laufe des Abends spielt sind wahre "Klassiker" in Israel und ich habe selten sowas professionelles gehört, wie gestern abend.
Und ich kann es nur nochmals betonen: Perfekt!
Nun, und wer nun denkt: "Toll, but who the f*** is David Broza?", dem sei gesagt, dass eben genau dieser israelische Musiker z.B. in Amerika kein Unbekannter ist. Arbeitet er u.a. mit Jonathan Geffen zusammen, der wiederum in Hollywood als Komponist von Filmmusik recht erfolgreich ist.
In der spanisch sprechenden Hemisphäre füllt Broza Hallen mit seinen Rumba-Samba-Flamenco-"keiner kann die Hüften stillhalten"-Interpretationen. Unsterblich wurde er durch die gemeinsame Arbeit mit der Stimme Süd-Amerikas: Mercedes Sosa (Gott hab sie seelig!)
Sieh hier:
Samstag, 23. Januar 2010
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