Samstag, 2. Januar 2010

Sonnenbaden & Skifahren an einem Tag


Israel: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Wer die Abwechslung liebt, ist in Israel genau an der richtigen Stelle, und das nicht nur, weil hier immer alles anders kommt als man denkt!
Wer morgens z.B. Lust auf ein ausgedehntes Sonnenbad am Meer hat, mittags aber von der Hitze zuviel und lieber in Skischuhen und Wollmütze herumlaufen möchte - der kann dies hier ganz ohne Probleme tun. Denn in Tel Aviv ist das Baden ganzjährig möglich (außer bei Sturm natürlich!) und mit dem Auto bis hinauf ins Hermon-Gebirge (bis zu 2800 M hoch) benötigt man gerade mal 3 Stunden.

Ganz haben wir den Hermon heute nicht erklommen - aber die 2tausender Marke haben wir passiert. Auf der Westseite, die nach Israel hereinreicht, lag nur vereinzelt Schnee - dafür auf der syrischen Seite, in die wir einsehen konnten, umso mehr. Die Landschaft drum herum ist beeindruckend schön - oft fühlt man sich in die Schweiz oder in die See-Alpen versetzt. Auf engen Serpentinen schlängeln sich Autos, Busse, Wanderer wie auch Radfahren die Berge hinauf.
Die vorgezeichneten Wege sollte man nicht verlassen - da der gesamte Golan noch aus der Zeit vor dem Yom Kippur-Krieg mit Landminen übersät ist. Dennoch ist der ein oder andere Zweifüßler schon als Einfüßler nach Hause zurückgekehrt... ein Hoch auf die Unverbesserlichen und Unbelehrbaren!

Die Golan-Höhen erstrecken sich über 75 km an der östlichen Seite des See Genezareth und gehörten bis 1973 zu Syrien. Nachdem die Israelis den Angriffskrieg in letzter Sekunde abwehren konnten, besetzten diese strategisch äußert wichtigen "Gebrigskette". Sobald man das Hochplateau erreicht hat, wird einem klar, weshalb die Israelis diesen nicht mehr zurückgeben darf: Wer dort oben sitzt, kann bis Tel Aviv schießen!

Über Tiberias und Afula, am Berg Tabor vorbei, das fruchtbare Yesreel-Tal (hebr.: Emek Yesreel, so zusagen die Kornkammer Israels) durchquert zurück Richtung Hadera bzw. Tel Aviv. Für 120 km haben wir schlappe 2,5 Stunden gebraucht - einerseits erlauben die engen Straßenverhältnisse kein schnelleres fahren, andererseits ist das halbe Land an einem Samstagabend auf vier Rädern unterwegs: back home!



Der unverkennbare Umriss des Berg Tabor (hebr. Har Tavor), der schon vor viertauend Jahren erwähnt wurde. U.a. auch bekannt, denn nach biblischer Darstellung soll sich hier Jesus seinen Jüngern in seiner göttlichen Gestalt gezeigt haben.
Aufgenommen, 3.01.2010 gegen 17 Uhr.

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