Montag, 7. Dezember 2009

Der Geschem ist endlich da

Nirgends wird soviel über das Wetter geredet, besonders im Winter, wie in Israel und das Wetter ist hier: der Regen (hebr.: Geschem). Besonders wenn er nicht fällt ist der Geschem Gesprächsthema Nummer eins: im Bus, an der Ampel, unter Freunden, am Telefon - fast immer und überall hört man das Wort Geschem.
Im Sommer fällt kein Tropfen davon auf die verbrannte Erde, umso größer ist die Hoffnung, das wenigstens zwischen November und März umsomehr von ihm den trockenen Boden tränkt und die Wasserreservoirs auffüllt.
Anfang November hatte es drei Tage lang unaufhörlich geregnet, doch dann war erstmal Schluß damit und die Temperaturen waren bis zu 28 Grad angestiegen. Was bei uns daheim die Menschen in eine wahre Ekstase versetzen würde - Wann wirds mal wieder richtig Sommer - vermiest den Menschen hier zuweilen die Stimmung.
Wasser - hier so rar wie ein Eisbär im Schwarzwald - wird in der Region immer knapper. Das tote Meer, das mit Wasser aus dem See Genezareth, welches durch den Jordan gen Süden fließt, gespeist wird, nimmt bedrohlich an Umfang ab. Davon aber ein anderes Mal - denn seit heute Nacht ist der da, der Geschem - und wie! Es giesst wie aus Kübeln!

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