Freitag, 11. Dezember 2009

Die Biester sind überall

Gerade bin ich wieder aus meiner Schockstarre erwacht!
Wie immer begann auch der heutige Tag mit blauem Himmel, warmem Kaffee in der warmen Sonne auf meiner Terrasse. Zuvor hatte ich den Wasserboiler angestellt - und ein halbe Stunde später stand ich mit einem Liedchen auf den Lippen unter der Dusche. Als ich das Shampoo wieder auf den Boden stellen wollte - was sah ich da: zwei dicke, fette Kakerlaken, die aus dem Abguss in die Dusche gekletter waren und nun fast schon meine Füße erreicht hatten. Mit einem gellendem Schrei, einem Riesensatz aus der Dusche, komplett nackt und mit Schaum bedeckt, raste ich ins Wohnzimmer - zuvor knallte ich noch die Badezimmertür zu. Igitt-igitt!
Provisorisch befreite ich mich vom Duschschaum, zog mir was über und rief sofort Yoram an: immerhin ging es um Leben oder Tod: der Meine oder der, der Kakerlaken!
Yoram war auch sofort mit einem speziellen Kakerlaken-Vernichtungsmittel zur Stelle und vergaste buchstäblich diese beiden Viehcher, nicht ohne nebenbei in seiner ureigenen Art zu bemerken:
"It helps, its german, we took it from Auschwitz!" (Also wirklich Yoram!).
Und wie Yoram so sprayte, zeigte sich, dass da wohl irgendwo eine riesige Kakerlakenfamilie leben muss, denn mehr und mehr von diesen Biestern krochen hervor. Also, gleich Oren (Vermieter) angerufen und ihm diese Neuigkeit präsentiert: jetzt kommt am Sonntag der Kammerjäger!
Bevor Yoram ging, fragte ich ihn nur noch, ob er glaube, dass Kakerlaken Auschwitz überlebt hätten. Es heißt ja, dass die Biester als einzige Lebewesen einen Super-Gau unbeschadet überstehen sollen.

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