Hat Herta Müller und die Verleihung des Literaturnobelpreis an sie irgendetwas mit Israel zu tun? Vielleicht - oder besser gesagt: bestimmt. Denn Herta Müller, diese großartige Wortschöpferin (wie z.B. "Atemschaukel" - Titel ihres letzten Buches) und beeindruckende Satzschöpferin (z.B.: "Ich wollte weg aus dem kleinen Fingerhut der Stadt, wo alle Steine Augen hatten.") schreibt, erzählt und mahnt gegen die Diktatur, und die haben ja noch einige Israelis in Deutschland am eigenen Leib erfahren müssen.
Auch wenn es mir für Amos Oz wirklich von Herzen leid tut, dass er nun doch noch ein Jahr warten muss, bis er den Preis (ebenso verdientermaßen) in Händen halten darf - so freut es mich persönlich für Herta Müller über alle Maßen.
Am Donnerstag dieser Woche wird ihr in Stockholm der Nobelpreis für Literatur verliehen und die Rede, die sie dort halten wird, kann bei FAZ-net schon jetzt nachlesen. Hier der Link.
Wer mehr von Herta Müller lesen möchte,
oder noch das ein oder andere gute, anspruchsvolle und bewegende Geschenk sucht, für den habe ich weitere Buchempfehlungen von der kleinen, schwarzhaarigen Frau mit dem ernsten Blick:
Heute wär ich mir lieber nicht begegnet
Der König verneigt sich und tötet
Herztier
Der Fuchs war damals schon der Jäger
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